Der Billardverein gehört seit fast 40 Jahren zur Markdorfer Vereinslandschaft. Beim Neujahrsempfang wurden mehrere Mitglieder geehrt: Die Erste Mannschaft mit Luciano Abruzzese, Lutz Metzner, Silvio Fadda und Lui Sabia hatte den Aufstieg von der Landesliga in die Verbandsliga geschafft. Aber im Billardverein geht es nicht nur um die sportlichen Erfolge. Auch Kameradschaft wird hier groß geschrieben.

Gegründet wurde der Verein ursprünglich in Bermatingen

Gegründet wurde der Verein unter dem Namen Schwarze Acht Bermatingen im Jahr 1981. Zwei Jahre später zog er nach Markdorf um und änderte entsprechend seinen Namen in Billardverein Markdorf. Gespielt wurde im ehemaligen „Cockpit“, dem heutigen „Lamm“, an zwei großen Turniertischen. „Schon in der Anfangszeit haben wir am Liga-Spielbetrieb teilgenommen“, erzählt Vorsitzender Armin Labor, der 1987 in den Verein eintrat. Bereits zwei Jahre zuvor hatte der Verein sein eigenes Clublokal im Obergeschoss der Konradstraße 6 eröffnet.

Video: Claudia Wörner

Boden wurde verstärkt, weil ein Billardtisch um die 800 Kilo wiegt

Hier residiert der Verein bis heute, die Mitglieder verwalten und bewirtschaften die Räume selbst. Der Bauherr habe sich sehr nach den Anforderungen des Billardvereins gerichtet. „Der Boden wurde verstärkt, da ein Billardtisch um die 800 Kilo wiegt, und wir haben in dem großen Raum keine trennenden Wände“, beschreibt Armin Labor.

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Angefangen haben die Billardspieler mit drei Neun-Fuß-Tischen, aber die Kapazitätsgrenzen waren ruckzuck erreicht und es kam ein vierter Tisch hinzu. „So waren wir gut gerüstet für alle Liga-Spiele.“

Auch Nichtmitglieder nutzen Spielmöglichkeit im Vereinsheim

Das Vereinsheim wurde 1996 umgebaut und im vergangenen Jahr erneut renoviert. „Wir haben hier einen modernen Treffpunkt für Jung und Alt, der auch von Nichtmitgliedern gern genutzt wird“, sagt Labor. Im Billardverein sei immer jemand vor Ort, der einem Neuling gern weiterhelfe. „Am Freitagabend haben wir offenes Training für jedermann. Also einfach mal vorbeikommen.“

Marko Kalkonek: „Durch ältere Mitglieder jederzeit gutes Training“

Marko Kalkonek spielt seit zwei Jahren regelmäßig im Billardverein. „Hier sind einfach nette Leute und Billard ist für mich ein guter Ausgleich zur Arbeit.“ Nicht zu vergleichen sei das Billardspiel im Verein mit Kneipenbillard. „Hier läuft es schon etwas professioneller und man hat durch die älteren Mitglieder auch jederzeit ein gutes Training.“

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Martin Brandt: „Alltagsstress lässt sich ganz toll abbauen“

Martin Brandt ist seit 1990 im Verein und spielt in der Dritten Mannschaft. „Mir gefällt an diesem Sport die Kombination von Physik und Mathematik. Hier geht ganz viel über den Kopf und über Konzentration.“ Ihm helfe Billard beim Abschalten. „Der Alltagsstress lässt sich ganz toll abbauen.“ Zwei Stunden Training zwei Mal pro Woche seien schon sinnvoll, wenn man Turniere spielen wolle.

Zu Hochzeiten waren sechs Mannschaften für Markdorf am Start

Die Hochphase des Billardvereins Markdorf mit aktuell rund 40 Mitgliedern war in den 1990er Jahren. „Damals hatten wir bis zu sechs Mannschaften, davon eine in der Regionalliga, das heißt, eine Stufe unter der Zweiten Bundesliga“, erinnert sich Armin Labor. Bis aus Memmingen und Sonthofen seien Spieler gekommen, um bei den Markdorfern dabei zu sein. Auch mit dem Bildungszentrum Markdorf habe es erste Kooperationen gegeben.

Nach einer Talsohle geht es seit zehn Jahren wieder bergauf

Nach einer Talsohle in den 2000er Jahren – Labor macht dafür unter anderem Interessenverlagerungen und Konkurrenz durch Computerspiele verantwortlich – befindet sich der Billardverein seit zehn Jahren wieder auf dem aufsteigenden Ast. „Inzwischen haben wir wieder drei Mannschaften und sind ganz gut aufgestellt.“ Neben der Mannschaft in der Verbandsliga spielt eine in der Bezirks- und eine in der Kreisliga.

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Zum Ausgleich wird Tischkicker, Dart und auch mal Skat gespielt

Zum Ausgleich gibt es im Clubheim nicht nur einen Tischkicker, sondern auch mehrere Dartscheiben. Ab und zu setzen sich die Vereinsmitglieder auch zu einer Runde Skat zusammen. Aktuell sind beim Billardverein Markdorf keine Frauen aktiv dabei. „Früher hatten wir auch eine Damenmannschaft, die es sogar bis zur Deutschen Meisterschaft geschafft hat“, weiß Armin Labor.

Verein ist auch offen für Frauen, gespielt wird in gemischten Mannschaften

Selbstverständlich sei der Billardverein offen für alle Frauen, die sich am Billardtisch sportlich betätigen wollen. Beim Bilden von Mannschaften gebe es keine Vorgaben, das heißt, auch gemischte Mannschaften gehen bei diesem Sport ins Rennen. Auch das Alter der Teilnehmer spiele keine Rolle.

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