Die FDP Markdorf hatte zur Gründung einer Bürgerinitiative „Ein Hotel im Bischofsschloss“ aufgerufen, die inzwischen nach Auskunft von Thomas Schalski aus Oberteuringen gegründet worden ist. Parallel hat Schalski eine Petition auf dem Internet-Portal Open Petition zur Teilnahme eingerichtet. Im Kern wird dabei der Umzug der Verwaltung nach einem Umbau in das Bischofsschloss als neues Rathaus abgelehnt und stattdessen der Erhalt eines Spitzenhotels in der Altstadt gefordert. Bis gestern Nachmittag fand die Petition über 100 Unterstützer, davon knapp 60 Prozent aus Markdorf.

Schalski kritisiert in der Petition, dass die Entscheidung „keine gute Signalwirkung“ für den Wirtschaftsstandort und den Tourismus habe. Steuereinnahmen und Arbeitsplätze gingen verloren. Schalski behauptet, immer weniger Einwohner der Kernstadt und Händler ständen hinter der Verlagerung des Rathauses in das Bischofsschloss. Er fordert das Bischofsschloss, den Rittersaal, Vorplatz, Tiefgarage und das benachbarte „Dosch Haus“ zusammenzuführen, um so ein Hotel zu schaffen, das wirtschaftlich geführt werden kann. Warum die Stadt nicht als Verpächter auftreten wolle, sei ihm unverständlich. Von einem Hotel an der Stelle des heutigen Rathauses hält er nichts, weil dies bis zur Umsetzung zu einer jahrelangen Verödung der Marktstraße führen würde und in Kombination mit einem Vollsortimenter keinen Sinn ergebe. Er kritisiert außerdem, warum ein solch teures Projekt angepackt werden müsse, wenn es doch wichtige andere Baustellen, wie Umfahrung, Schule oder Kinderbetreuung, gebe.

Bürgermeister Georg Riedmann ist in Urlaub. Ehrenamtliche Bürgermeisterstellvertreterin Martina Koners-Kannegießer verwies darauf, dass zu der Thematik schon ausführlich öffentlich von Riedmann informiert und diskutiert wurde und es Gemeinderatsbeschlüsse gebe. Nichtsdestotrotz: „Es ist in unserer Gesellschaft ein gutes Recht, seine Meinung kund zu tun“, so Koners-Kannegießer.

Informationen im Netz: www.openpetition.de/petition/online/ein-hotel-im-bischofsschloss-in-markdorf