In diesem Jahr hatten Stadt, Schausteller und die Besucher das Glück, das ihnen im vergangenen Jahr nicht vergönnt war. Das Elisabethenmarkt-Wochenende startete gestern mit der Eröffnung des Vergnügungsparks – bei trockener Witterung und angenehmen Temperaturen. Schon vor dem offiziellen Startschuss tummelten sich die ersten Besucher auf dem Marktplatz herum und warteten darauf, bis sie endlich in die Fahrgeschäfte einsteigen durften.

Video: Heuser, Christoph

"Vergangenes Jahr hatten sie alle schwierige Tage hier", sagte Bürgermeister Georg Riedmann bei der Begrüßung im Foyer des Rathauses, "deswegen danke ich Ihnen ausdrücklich für Ihre Treue." Hinter Jessica Kuhn, die für die Organisation des Vergnügungsparks verantwortlich ist, liegen anstrengende der Tage der Planung: "Jetzt, wo alles aufgebaut ist, kann ich langsam wieder durchatmen", erzählte die städtische Angestellte.

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Im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr Menschen auf das Gelände. Die Kinder hatten besondere Freude am "Bayern-Lift" und am Autoscooter, wo sich sehr schnell Schlangen bildeten. Auch auffällig viele Familien nutzten den Tag, um eine erste Runde über das Gelände zu schlendern. Die Karussells für die Kleinsten waren regelmäßig voll besetzt.

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Die Erwachsenen hatten ihre Freude an den Verköstigungsständen: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zuckerwatte, Magenbrot und Crêpes für den süßen Hunger. Daneben Bratwurst und Pommes als klassischen Jahrmarkt-Snack. Für Abwechslung sorgt dabei noch Günter Fink mit seinem Bio-Imbiss. "Besonders gut kommen meine Suppen an", berichtet der Österreicher.

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Beim obligatorischen Rundgang zur Eröffnung machten Riedmann und Ordnungsamtsleiter Jürgen Hess jeden Spaß mit. Trotz zuvor ablehnender Haltung, ließ sich das Stadtoberhaupt zu einer Fahrt im "Bayern-Lift" gemeinsam mit Hess animieren.

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Nachdem die beiden Vertreter der Stadt sich beim Boxauto ein ums andere Mal durchgeschüttelt wurden, setzten sich Riedmann und Hess zum Abschluss in das "6 Dimension".

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Laut der Wettevorhersage bleibt es auch in den kommenden Tagen trocken. Auch die Temperatur soll stabil bleiben. Gute Voraussetzungen also für den diesjährigen Vergnügungspark in Markdorf.

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Sonst auf Ordnung bedacht, gibt Behördenchef Jürgen Hess beim Dosenwerfen alles, um die Blechbüchsen abzuräumen.

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Aus der Sicht der Schausteller

Nicht nur für die Besucher, auch für die Schausteller ist die Eröffnung des Vergnügungspark etwas Besonderes. Das gilt erst recht für einen, der das erste Mal dabei ist. Günter Fink steht aktuell mit seinem Bio-Imbiss auf dem Marktplatz. Der Österreicher ist ein völliger Neueinsteiger und erst seit diesem Jahr dabei. Als Hobbykoch und Ernährungsberater möchte er auf Jahrmärkten etwas Neues anbieten. "Alles ist selbst gekocht und frisch", sagt Fink, "bisher läuft es super". Zum zweiten Mal dabei ist Helen Lettner mit ihrem "Bayern-Lift". "Die Markdorfer sind hart im Nehmen", meint die Schaustellerin im Rückblick auf 2017. "Trotz des Regens kamen viele Besucher", sagt Lettner und verbindet damit die Hoffnung, dass es nun noch mehr werden. Hinter dem beliebten Fahrgeschäft steht ein Familienbetrieb. "Ich mache mit meinem Mann und den drei Kindern alles alleine, wir haben keinen einzigen Angestellten."