Die Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Markdorf hat einen neuen Kommandanten. Christian Kessler folgt auf Patrick Krebs, der sich bei der Hauptversammlung nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Dies hatte er bereits vor langem angekündigt. Als Kommandant der Markdorfer Gesamtwehr wurde Daniel Kneule wiedergewählt. Ebenso in ihren Ämtern als Zweiter Stellvertretender Kommandant und Stellvertretender Abteilungskommandant wurden Tobias Schmidschneider und Mathias Brutsch bestätigt.

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Langer Applaus für Abschiedsrede von Patrick Krebs

Stehend applaudierten die Wehrleute nach der Abschiedsrede von Patrick Krebs. Er hatte den Abend nach vier Stunden beschlossen. Krebs war dabei auf seine Beweggründe eingegangen, sich nicht erneut zur Wahl zu stellen. So wie längst nicht jeder Musiker Dirigent und jeder Fußballer Trainer werden möchte, habe er sich nicht als Abteilungskommandant der Feuerwehr gesehen. Bis vor fünf Jahren die Aufgabe anstand, die Führungsebene der Markdorfer Feuerwehr neu zu strukturieren. Gemeinsam mit seinem Freund Daniel Kneule wollte er sich dieser Aufgabe stellen.

Angestellte Mitarbeiter halten Ehrenamtlichen den Rücken frei

„Es galt, einige Dinge zu bewegen“, sagte Krebs. Der Rückblick zeige, dass dies fast in allen Punkten gelungen sei. Die Markdorfer Wehr sei grundlegend modernisiert – nicht nur in ihrer Führungsstruktur, sondern auch in ihrem Fahrzeugpark, für den etliche Einsatzwagen angeschafft werden konnten. „Uns Ehrenamtlichen halten inzwischen angestellte Mitarbeiter den Rücken frei“ – im Büro, aber auch in der Werkstatt. Fortgeschritten sei auch die Digitalisierung der Feuerwehr. Eine neue Software arbeite. Der digitale Funkverkehr komme in großen Schritten.

Bürgermeister Georg Riemann hat Patrick Krebs zum Oberbrandmeister, Alexander Perle zum Hauptlöschmeister undAndreas Knödler zum Brandmeister befördert – dies zur Freude von Kommandant Daniel Kneule (von links).
Bürgermeister Georg Riemann hat Patrick Krebs zum Oberbrandmeister, Alexander Perle zum Hauptlöschmeister undAndreas Knödler zum Brandmeister befördert – dies zur Freude von Kommandant Daniel Kneule (von links). | Bild: Jörg Büsche

Gut funktionierendes Weiterbildungssystem hat große Bedeutung

Nicht minder große Bedeutung maß Patrick Krebs dem gut funktionierenden Weiterbildungssystem bei. „Dass die Kameraden heute ihre Fähigkeiten stärker einbringen können“, motiviere sie noch zusätzlich. Neben der Kameradschaft, der Freude an der Hilfe für die Mitbürger und dem gemeinsamen Spaß bei allen Anstrengungen.

Neue Schulterabzeichen gibt es für die frischernannten Feuerwehrleute. Bild: Jörg Büsche
Neue Schulterabzeichen gibt es für die frischernannten Feuerwehrleute. | Bild: Jörg Büsche

62 Brandeinsätze, darunter 16 Überlandhilfen

62 Mal wurden die Markdorfer Wehrleute im vergangenen Jahr zu Brandeinsätzen gerufen, darunter zu 16 Überlandhilfen. In den weit überwiegenden Fällen handelte es sich dabei um Kleinbrände. Lediglich ein Schadensereignis rangiert unter der Kategorie Großbrand. Wegen Unwetter- und Sturmschäden rückte die Feuerwehr sieben Mal aus. In acht Fällen gelang es, Menschen zu retten.

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Immer mehr technische Hilfe und immer weniger Brandeinsätze

Damit deutet sich auch am Fuß des Gehrenbergs eine Entwicklung an, die Michael Fischer, stellvertretender Kreisbrandmeister, in seinem Redebeitrag als immer weiter fortschreitend bezeichnete. Das Aufgabenfeld der technischen Hilfeleistungen wachse immer mehr, während die Brandeinsätze im Verhältnis dazu weniger würden.

Hilfeleistungen nach Unwettern nehmen zu. Bild: SK
Hilfeleistungen nach Unwettern nehmen zu. | Bild: Jörg Büsche

Lob für Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung

Michael Fischer lobte den Ausbildungsstand der Markdorfer Wehrleute, wie zuvor schon Gesamtkommandant Daniel Kneule. Lobend äußerte sich Kneule auch über die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Bei Jörg Wiggenhauser aus der Finanzverwaltung fänden die Belange der Wehr stets kompetente Begleitung.

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Bürgermeister froh, dass „Zeit der Neuanschaffungen“ vorerst vorbei ist

Bürgermeister Georg Riedmann sicherte seine Unterstützung zu, aber auch die des Gemeinderats, auf dessen offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehr er weiterhin zähle. Dass die Zeit, da „Neuanschaffungen für unsere Wehr oftmals mit mittleren sechsstelligen Beträgen zu Buche schlagen“, vorerst vorbei sei, begrüßte Riedmann aber doch in Anbetracht der dünner werdenden Finanzdecke in der Stadt.

Auftritt des Spielmanns- und Fanfarenzug bei der Jahreshauptversammlung in der Stadthalle. Bild: Jörg Büsche
Auftritt des Spielmanns- und Fanfarenzug bei der Jahreshauptversammlung in der Stadthalle. | Bild: Jörg Büsche