Die Stadt Markdorf will ihre historischen Bauwerke neu und zeitgemäß kennzeichnen, in einer einheitlichen Beschilderung und Formensprache. Den Anfang soll der 1904 erbaute und als technisches Denkmal klassifizierte Wasserhochbehälter in Möggenweiler machen. Im Technischen Ausschuss stellte Ralf Staiger, Geschäftsführer des Konstanzer Büros pragmadesign, drei denkbare Entwürfe einer solchen Beschilderung vor.

Zwei Stelen und eine Tafel

Bei zweien der Entwürfe handelt es sich um eine schmale Stele aus Eisen oder Aluminium, ein Mal als freistehende Form, in der anderen Version ans Gebäude angelehnt. Der dritte Entwurf ist eine Informationstafel aus einem hochfesten Papier-Harz-Material, wie es das Büro bereits bei Beschilderung für diverse Naturlehrpfade verwendet hat. Alle Varianten wurden in der Beispielfarbe Rot dargestellt, mit als Löcher gestanzten Buchstaben und dem Wappen der Stadt Markdorf darüber.

Start für historischen Stadtrundgang?

Diese Form der Beschilderung soll dann nach und nach auf alle anderen historischen Gebäude der Stadt übertragen werden, für eine Art historischen Stadtrundgang. Die Räte zeigten sich grundsätzlich einverstanden mit der Gestaltung der Entwürfe. Einig war man sich, dass die Stelenform zwar die elegantere, aber auch die vandalismusanfälligere Lösung wäre, weshalb sich das Gremium für die Variante mit der Tafel aussprach. Auf Nachfrage betonte Staiger, dass die Harz-Papier-Fläche erfahrungsgemäß verhältnismäßig resistent gegenüber Vandalismus sei. Auf Anregung von UWG-Rätin Christiane Oßwald wird man dennoch auch die Stele-Variante mit in die weitere Planung aufnehmen. Sie könnte bei Bedarf dort angebracht werden, wo es keine Vandalismusgefahr gäbe.

Veraltete Hinweise sollen ersetzt werden

Priorisiert unter den Alternativen wird jedoch die Tafel-Option. Auch das rund ums 1200-Jahr-Jubiläum verwendete Staffelgiebel-Motiv in Gelb-Rot-Grau soll Verwendung finden, eventuell statt des klassischen Stadtwappens. Mit den Tafeln sollen die teils uneinheitlichen, teils auch veralteten Hinweisformen an den historischen Gebäuden der Stadt nach und nach ersetzt werden. Das Büro wurde mit der weiteren Ausarbeitung des Konzeptes beauftragt.