In der Gehrenberg-Stadt sind neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge betriebsbereit. Am Donnerstagvormittag haben Bürgermeister Georg Riedmann, Salome Kimmig von der Bauverwaltung und Rico Goede (EnBW) eine solche Station auf dem Parkplatz an der Bussenstraße gegenüber der Stadthalle symbolisch in Betrieb genommen. „Im Bereich Förderung der Elektromobilität nimmt Markdorf in der Region einen Spitzenplatz ein“, erklärte Riedmann.

Station hat zwei Ladepunkte

Die neuen von der EnBW betriebenen Stationen mit je zwei Ladepunkten leisten maximal 22 Kilowatt und verfügen über normale Steckdosen sowie über Typ 2-Anschlüsse.

Benutzung mit EnBW-App mobility+

Die Benutzung ist laut Goede einfach: Registrierte Kunden halten eine EnBW-Ladekarte mobility+ vor den Scanner und schalten so die Ladestation frei. Den Stecker des Ladekabels an die Säule anschließen, das andere Ende ans Auto oder E-Bike. Im Monitor der Station erscheinen Hinweise und Preise. Der Bordcomputer des Autos nennt die Ladezeit. Zum Beenden des Ladevorgangs wird wieder die Ladekarte vor den Scanner gehalten.

QR-Code für System intercharge

Fremdkunden können auf der rechten Seite der Ladestation einen QR-Code scannen. Über „m.intercharge.eu“ oder intercharge-App können drei Ladevarianten ausgewählt werden: 60 Minuten für 6 Euro, 120 Minuten für 12 Euro sowie 180 Minuten für 18 Euro.

Mit einer solchen Karte starten und beenden registrierte Kunden den Ladevorgang.
Mit einer solchen Karte starten und beenden registrierte Kunden den Ladevorgang. | Bild: Toni Ganter

Der Energieversorger EnBW sei vor rund 2,5 Jahren auf die Stadt Markdorf zugekommen, um das Förderprogramm für die Ladestationen zu besprechen, berichtete der Bürgermeister. Die Vergabe an EnBW durch den Gemeinderat war im Dezember 2018. EnBW habe bei der Ausarbeitung eines Konzepts mit der städtischen Bauverwaltung seine Erfahrung als Energieversorger eingebracht, ergänzte Goede. „Die Standorte sind gut und mit Bedacht gewählt.“

Förderquote des Bundes bei 60 Prozent

Die Stadt Markdorf ist laut Salome Kimmig für drei Ladestationen mit rund 34 000 Euro in Vorleistung getreten. Der Förderanteil des Bundes beträgt 60 Prozent.

Laut Auskunft aus dem Landratsamt gibt es in Markdorf derzeit 22 reine Elektrofahrzeuge, die bei der Zulassungsbehörde registriert sind, außerdem 80 Hybrid-Fahrzeuge. Im Bodenseekreis seien es 549 Elektro- sowie 1640 Hybrid-Fahrzeuge.