Der Themenkreis Photovoltaik zur Stromerzeugung ist für Laien und potenzielle Häuslebauer zumeist ein Buch mit sieben Siegeln. Das soll so schnell wie möglich anders werden. Eine Mischung aus Bürgern und Vertretern aus Handwerk, Unternehmen, Finanzwelt, Beratern und Organisationen hat sich am Dienstagabend getroffen. Es wurde offiziell eine Initiative namens Markdorfer Sonnenkraft Netzwerk gegründet.

Video: Ganter, Toni

Das erste interne Treffen am Dienstagabend im Restaurant Bürgerstuben diente dazu, Kontakte zu knüpfen und die weitere Marschrichtung festzulegen. Hauptanliegen dieses freien, überparteilichen und für jedermann offenen Netzwerks ist laut Koordinator Karl King, Markdorf, für Photovoltaik-Anlagen zu werben und die Scheu vor dieser Thematik zu nehmen.

Im Mai 2017 hat die Markdorfer Familie King Haus- und Scheunendach um eine Photovoltaik-Anlage mit 23,5 kWp sowie einem 20 kWh Stromspeicher ergänzen lassen. Der Strom werde teils selbst verbraucht, auch zum Laden des Elektro-Autos. Die Hauptmenge von rund 25 000 kWh pro Jahr werde ins Stromnetz eingespeist.
Im Mai 2017 hat die Markdorfer Familie King Haus- und Scheunendach um eine Photovoltaik-Anlage mit 23,5 kWp sowie einem 20 kWh Stromspeicher ergänzen lassen. Der Strom werde teils selbst verbraucht, auch zum Laden des Elektro-Autos. Die Hauptmenge von rund 25 000 kWh pro Jahr werde ins Stromnetz eingespeist. | Bild: King, Karl

Dies, um zu erreichen, dass in der Stadt und auch Umgebung möglichst bald viel mehr davon installiert werden. Plakativ hat King für diese Zielsetzung geworben: „Die letzten 18 Jahre hat mir die Sonne keine Rechnung geschickt. Das wird auch so bleiben, das find‘ ich klasse.“ Außerdem geht es darum, weitere Mitwirkende zu gewinnen, beispielsweise auch Architekten oder Städteplaner.

Bürgermeister Georg Riedmann über solare Bürgerdächer: „Die Stadt stellt Dächer kostenfrei zur Verfügung.“
Bürgermeister Georg Riedmann über solare Bürgerdächer: „Die Stadt stellt Dächer kostenfrei zur Verfügung.“ | Bild: Stadt Markdorf/Fotodesign Singer

Bürgermeister Georg Riedmann erklärte während der Diskussionsrunde: „Dieses Thema ist in Markdorf kein neues.“ Er verwies auf das Projekt Solares Bürgerdach. „Die Stadt stellt Dächer kostenfrei zur Verfügung.“ In Markdorf-Süd werde beim Bau des neuen Kindergartens deutlich mehr Photovoltaik installiert, als es für diese Einheit notwendig wäre. „Wir wollen der ganzen Sache mehr Schub geben und ich wäre dankbar, wenn es gelänge, über das Markdorfer Sonnenkraft Netzwerk Aufklärungsarbeit zu leisten.“ Generell brauche es dringend die Weiterentwicklung der Speichertechnik für Photovoltaik-Anlagen.

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In Sachen Aufklärungsarbeit ergänzte der Moderator des Abends und MSN-Mitglied Alexander Wehrle: „Wir wollen einen Internetauftritt aufbauen und dort so umfassend wie möglich informieren.“

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Etwa mit einem Frage-und-Antwortbereich (“FAQ“, häufig gestellte Fragen, die Red.) sowie Tipps zu Chancen/Potenzialen, Zuschüsse/Förderungen, Tipps gegen eventuelle Fallstricke, Informationen mit Zahlenmaterial hinterlegen. Es müsse auch mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, dass Photovoltaik nur dann gut funktioniere, wenn die Dächer nach Süden ausgerichtet sind, ergänzte Albin Ströbele von der BUND-Ortsgruppe.

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