Katja Verdi (Blockflöte) und Tina Speckhofer (Cembalo) werden dabei die Zuhörer beim Sommerkonzert in der Mauritiuskapelle in das Barock mitnehmen und Stücke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Johan Jakob Froberger vortragen. Die Texte, die Jörg Büsche präsentiert, sind in der Hautsache der Aufklärung entsprungen – von Autoren wie etwa Christoph Martin Wieland oder Adalbert von Chamisso. Mit Johann Wolfgang von Goethe soll auch ein ganz kurzer Hauch Romantik mit eingewoben werden.

"Bei Licht und Schatten kommt alles vor, gerade Wieland wird die Zuhörer schmunzeln lassen", beschreibt Büsche seinen Part. "Der experimentale Aspekt ist das Wechselspiel zwischen Texten und Musikstücken, wobei das Publikum selbst nach Schatten und Licht einordnen kann", erläutert Verdi und Speckhofer fügt ergänzend hinzu: "Es braucht ein wenig Neugier, aber jeder darf selbst entscheiden, ob er hinsichtlich der Einordnung gefordert werden oder einfach nur zuhören möchte."

Idee entstand dazu aus einem Moment heraus

Wie es häufig bei experimentalen Projekten der Fall ist, entstand die Idee dazu aus einem Moment heraus, wie Verdi erzählt: "Nach einem Konzert, bei dem Tina Speckhofer und ich Texte von Samuel Pepys vortrugen, kam uns die Idee zu einem Konzert mit einander wechselnden Texten und Musikstücken." Was den textlichen Part betraf, war für beide Jörg Büsche gleich die erste Wahl. "Dann waren wir drei uns auch schnell einig, dass wir was machen, aber das Was, das war noch offen", so Speckhofer. Als Leitfaden stellte sich dieses "Trio Experimentale" vor, Licht und Schatten miteinander zu verweben und so ganz individuelle Bilder entstehen zu lassen. So kann Schatten auch Licht sein und vielleicht Licht auch Schatten, diese Interpretation möchten die drei Künstler jedoch ihren Zuhörern überlassen.

Das Konzert findet am Sonntag, 16. September, statt. Beginn ist um 18 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Wälischmiller und der Musikschule Markdorf sowie an der Abendkasse.