Klaus-Peter Franke, Wense Nguyen und Daniel Brauchle helfen dieser schweren 60er-Jahre-Diesellok der Deutschen Bundesbahn in die Spur. Daniel und Wense betreiben ihr Modelleisenbahn-Hobby beide seit etwa vier Jahren. Gefragt, was ihnen am Fahren mit Miniaturzügen und Entwerfen von Gleislandschaften gefällt antwortet Wense: "Das Beste ist, dass man die große Welt ganz klein machen kann." Ganz so winzig wie in H0 oder gar Spur Z sind die Lokomotiven und Waggons der Spur-1-Anlage im Nebenraum der Stadthalle zwar nicht, doch dank digitaler Audio-Technik um so realistischer.

Bastelangebot für Kinder

Henri, Marle und Alexa Jankowiak basteln Häuser. "Find' ich ein Super-Angebot von den Modelleisenbahnfreunden", erklärt Alexa Jankowiak. Ihr ältester Sohn ist in der Jugendgruppe des Vereins. Da sei der Besuch der Modellbahntage doch selbstverständlich. Und dass es außer spannenden Angeboten auch die Bastel-Ecke für die Kleinen gibt, schätzt die Mutter ganz besonders. Vor der geforderten Geduld und Geschicklichkeit beim Bauen von Modelleinsenbahn-Häusern hat sie übrigens "größten Respekt". Nicht minder respekteinflößend findet sie die Preise der Bahn-Modelle.

Henri, Marle und Alexa Jankowiak basteln Häuser. "
Henri, Marle und Alexa Jankowiak basteln Häuser. " | Bild: Jörg Büsche

Engelbert Miller und Gerhard Bäumel vom Günztal-Museumsbahnverein" Ottobeuren stellen ihren Bahnhof nicht zum ersten Male in Markdorf aus. Gut mit den Markdorfer Modelleisenbahnfreunden befreundet, waren sie bereits vor zwei Jahrzehnten in der Stadthalle. Und die Markdorfer ihrerseits waren auch schon zum Gegenbesuch beziehungsweise zur Gegenausstellung in Ottobeuren. "Daraus hat sich eine gute Kameradschaft entwickelt", freut sich Engelbert Miller. Was ihm bei den Markdorfern besonders gefällt ist deren erfolgreiche Jugendarbeit. "Da haben wir bei uns den Zug verpasst", räumt er ein.

Engelbert Miller und Gerhard Bäumel vom Günztal-Museumsbahnverein" Ottobeuren stellen ihren Bahnhof nicht zum ersten Male in Markdorf aus.
Engelbert Miller und Gerhard Bäumel vom Günztal-Museumsbahnverein" Ottobeuren stellen ihren Bahnhof nicht zum ersten Male in Markdorf aus. | Bild: Jörg Büsche

Horst Müller, Herbert Bader und Bernd Fritz von den "Modelleisenbahnfreunden Wangen" bieten Modelleisenbahn-Material an. Material, das jedoch in der Regel schon in die Jahre gekommen ist. So wie zum Beispiel jene Gleiskörper aus Metall von einem Modell-Einsenbahn-Hersteller im schwäbischen Göppingen, die heute überholt sind. Für die drei Wangener ist der Markdorfer Spezialmarkt für Modelleisenbahnen und -Autos eine willkommene Gelegenheit ihre heimischen Anlagen abzuspecken – und gleichzeitig noch etwas Geld dafür zu bekommen. Reinvestieren wollen sie es aber nicht.

Horst Müller, Herbert Bader und Bernd Fritz von den "Modelleisenbahnfreunden Wangen" bieten Modelleisenbahn-Material an.
Horst Müller, Herbert Bader und Bernd Fritz von den "Modelleisenbahnfreunden Wangen" bieten Modelleisenbahn-Material an. | Bild: Jörg Büsche

Sven Gerlach, Lukas Rank, Andreas Prokisch, Lenny Weh, Konstantin Reindl, Clemens Hermle und Michael Zurell gehören zur Jugend-Mannschaft der Markdorfer Modelleisenbahnfreunde. Die Jugendgruppe besteht seit rund 20 Jahren. Einstieg war der Nachbau des Bahnhofs Ochsenhausen, der inzwischen mit der Bahnholfanlage Warthausen der erwachsenen Modelleisenbahnfreunde verbunden wird, wenn es zur Ausstellung in der Stadthalle geht. Unterdessen werden die beiden Landschaften auch digitalisiert. Und der Betrieb lässt sich durch eine eigens dafür programmierte App steuern.

Sven Gerlach, Lukas Rank, Andreas Prokisch, Lenny Weh, Konstantin Reindl, Clemens Hermle und Michael Zurell (von links) gehören zur ...
Sven Gerlach, Lukas Rank, Andreas Prokisch, Lenny Weh, Konstantin Reindl, Clemens Hermle und Michael Zurell (von links) gehören zur Jugend-Mannschaft der Markdorfer Modelleisenbahnfreunde. | Bild: Jörg Büsche

Michael Dörmann und Sohn Eric verfolgen das Geschehen auf dem Miniatur-Betrieb des Bahnhofs Warthausen, der großen Vereinsanlage der Markdorfer Modellbahnfreunde, die nun schon seit einigen Jahren zu den Modellbahntagen in der Stadthalle aufgebaut wird. Eric, selber Modellbahn-Freund, ist begeistert. Und das obwohl er die "Miniatur-Wunderland"-Ausstellung in Hamburg kennt. Zum Modell-Eisenbahnhobby ist der Schüler übrigens durch ein Weihnachtsgeschenk gekommen. Seither wächst seine Modellbahnlandschaft daheim.

Michael Dörmann und Sohn Eric verfolgen das Geschehen auf dem Miniatur-Betrieb des Bahnhofs Warthausen.
Michael Dörmann und Sohn Eric verfolgen das Geschehen auf dem Miniatur-Betrieb des Bahnhofs Warthausen. | Bild: Jörg Büsche