Während derzeit der Verkehr durch die Gehrenbergstadt eher von Stillstand geprägt ist, ist dafür im hiesigen Handel einiges in Bewegung. Positiv werten kann man, dass in den vergangenen Monaten keine Einzelhandelsgeschäfte Konkurs gegangen sind. So sind es vor allem Neueröffnungen, die den Handel in Markdorf beleben.

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Schneiderin eröffnet Ladengeschäft am Stadtgraben

Wie etwa das „2112“, ein Geschäft für Braut- und Abendmoden in der Straße „Am Stadtgraben„, das vergangene Woche eröffnete. Inhaberin Kristina Vulf-Heigel betreibt bereits seit gut viereinhalb Jahren eine Maßschneiderei am Marktplatz und hat sich nun entschlossen, auch ein Ladengeschäft zu eröffnen. „Die Idee stammt eigentlich von Nico Schneider von Wolfram S im Proma, der meinte nämlich, dass so ein Laden gut nach Markdorf passen würde“, erzählt die ausgebildete Modedesignerin und gelernte Schneiderin. Sie biete ein ausgewähltes Sortiment aller gängigen Schnitte an. „Jede Braut soll ihr Traumkleid bei mir finden können, einzelne Änderungen oder Wünsche sind kein Problem.“

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Nach 70 Arbeitsjahren: Liselotte Engelke schließt Textilhaus Berger

Das 1886 gegründete Traditionsgeschäft Textilhaus Berger von Liselotte Engelke wird demnächst seine Türen für immer schließen. Nach 70 Arbeitsjahren hat sich Inhaberin Liselotte Engelke für diesen Schritt entschieden. „Ich denke, es ist gerechtfertigt mit 86 Jahren in den Ruhestand zu gehen, auch wenn das manche Menschen nicht wahrhaben wollen.“ Eine Weiterführung mache für sie keinen Sinn, denn für Kurzwaren gebe es ihrer Ansicht nach „keine Zukunft, denn diese gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt“. Damit endet die Geschichte eines der ältesten Geschäfte in Markdorf.

Die Aushänge in den Schaufenstern des Textilhauses Berger verkünden den Ausverkauf, der seit dem 2. September läuft. Das Geschäft wird nach 133 Jahren für immer schließen.
Die Aushänge in den Schaufenstern des Textilhauses Berger verkünden den Ausverkauf, der seit dem 2. September läuft. Das Geschäft wird nach 133 Jahren für immer schließen. | Bild: Jan Manuel Heß

Kaffeemanufaktur verlässt Markdorf

Ende Oktober ist auch für Markus Boese von der Markdorfer Kaffeemanufaktur nach 13 Jahren in der Marktstraße Schluss, wie er ankündigt: „Es ist für mich eine rein unternehmerische Entscheidung, nach Friedrichshafen zu ziehen, dort sind die Bedingungen für mich einfach besser.“ Unklar ist derzeit noch, was aus dem Ladenlokal werden wird, hier könne noch nichts gesagt werden, so Boese. Dafür gibt es Positives aus dem Einkaufszentrum Proma zu vermelden, wie Lucie Fieber, Geschäftsführerin von Markdorf Marketing, berichtet. „Mit einem Fitnesscenter und einem Gastronomiebetrieb ist das Proma Einkaufszentrum endlich wieder komplett ausgelastet.“

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Ehemaliges Schreibwarengeschäft wird zur Unterkunft für Geschäftsreisende

In das ehemalige Schreibwarengeschäft in der Hauptstraße, das vor gut einem Jahr schloss, wird kein neuer Einzelhändler einziehen. Hauseigentümer David Dilpert hat sich entschlossen, aus dem Ladenlokal ein Business-Apartment zu machen. Eine neue Idee, die bei Lucie Fieber sehr gut ankommt: „Die Idee dahinter ist, ein Bedürfnis der Markdorfer Industriebetriebe zu erfüllen, das so in dieser Art noch einmalig ist: Onboarding Service, eine Kombination aus betrieblicher und privater Zusammenarbeit.“

Aus dem ehemaligen Schreibwarengeschäft in der Hauptstraße wird eine Übernachtunsmöglichkeit für Geschäftsreisende mit Arbeitsplatz sowie Raum für Meetings.
Aus dem ehemaligen Schreibwarengeschäft in der Hauptstraße wird eine Übernachtunsmöglichkeit für Geschäftsreisende mit Arbeitsplatz sowie Raum für Meetings. | Bild: Jan Manuel Heß