Maria Graf ist seit einigen Monaten die neue Leiterin des Baurechtsamts des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) Markdorf und somit die Nachfolgerin von Torsten Schneider.

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Die 54-Jährige, die in Lindau lebt, hat sich in ihrem neuen Umfeld gut eingelebt, wie sie dem SÜDKURIER erzählt. Die gebürtige Allgäuerin hat zuvor in München im Planungsreferat an verschiedenen Stellen gearbeitet. Unter anderem war sie in der Genehmigungsbehörde, Bebauungsplanung und der städtebaulichen Begutachtung mit Sonderaufgaben tätig.

Von München nach Markdorf

Der berufliche Wechsel hat private Hintergründe. „Ich habe mich schon länger hier in der Region nach einer neuen Herausforderung umgesehen“, so Maria Graf. Die Stelle habe sie interessiert, weil sie damit weniger „spezialisiert, sondern für den ganzen Strauß an Zuständigkeiten“ verantwortlich sei. Zusammen mit einem siebenköpfigen Team kümmert sich um sämtliche Angelegenheiten rund ums Bauen.

Maria Graf ist die neue Leiterin des Baurechtsamts des Gemeibdeverwaltungsverbands Markdorf. Bild: Stefanie Nosswitz
Maria Graf ist die neue Leiterin des Baurechtsamts des Gemeibdeverwaltungsverbands Markdorf. Bild: Stefanie Nosswitz | Bild: Nosswitz, Stefanie

Zu ihren Hauptaufgaben zählt sie den „Beitrag zur Baukultur„. Die Menschen sollen sich mit dem Ort, in dem sie wohnen, identifizieren und wohlfühlen können. Des Weiteren sei es wichtig, dass Gebäude, die erhaltenswert sind, bewahrt bleiben.

In Markdorf sei hier der Stadtkern besonders sensibel, der Denkmalschutz spiele in der Entwicklung eine wichtige Rolle. Im ländlich geprägten Bereich gehe es darum, dass der Strukturwandel gelinge. „Viel landwirtschaftliche Nutzung muss leider zum Teil aufgegeben werden“, sagt Graf.

Türen stehen für die Bürger offen

Sie betont, dass die Türen der Behörde immer offen stehen – für Bürger, die bauen möchten, deren Nachbarn bauen, die ein Grundstück oder Immobilie kaufen und sich über das Baurecht informieren möchten. „Wichtig ist, dass man vor einer Antragstellung zu uns kommt und sich beraten lässt“, sagt Graf, die sich in Markdorf auch um die großen Themen wie Flächennutzungsplan, denkmalgeschützte Gebäude und Gewerbegebiete kümmert.

Beim Stadtbild stehe die Nachverdichtung an erster Stelle. „Wir können nicht noch mehr in die Fläche bauen, sondern brauchen einen sparsameren Umgang mit Grund und Boden“, so Graf.