Michael Holstein (26), Ingenieur Elektrotechnik, und Rentnerin Marlies Matt (69) wollen für die Freien Wähler ins Markdorfer Kommunalparlament.

Für Holstein hat die Ausrichtung der Kommunalpolitik hohe Priorität. „Was wir in Markdorf brauchen, ist ein Gesamtkonzept, beispielsweise was Baugebiete und das Gewerbe allgemein betrifft. Wir müssen auch die Probleme der Stadtteile und Teilorte beachten und auf der Agenda behalten.“ Bei der Anzahl der vielen Projekte braucht es nach Holsteins Dafürhalten „Strategien, damit eine nachhaltige Finanzplanung möglich ist“. Außerdem müsse Markdorf lebenswert für alle Generationen sein. Beispielsweise brauche es einen Seniorenbeauftragen als Ansprechpartner. „Ich bin der Meinung, dass wir das Pflegeheim erhalten und für die Zukunft aufstellen müssen.“

Auf jeden Fall braucht es nach Holsteins Auffassung eine Form der Jugendbeteiligung. „Diese muss mit den jungen Markdorfern erarbeitet werden. Es ist nicht sinnvoll, eine fertige Lösung zu präsentieren.“ Nur so könnten deren Wünsche und Erwartungen berücksichtigt werden. „Ich sehe, dass wir innenstadtnah Räume für Treffs von Jugendlichen schaffen sollten. Die Stadt hat leer stehende Gebäude. Warum nicht zum Beispiel das Dosch-Haus testweise zur Verfügung stellen, um Erfahrungen zu sammeln, in welche Richtung wir gehen müssen.“ Es müsse auch am Radwegenetz weitergearbeitet werden. „Wir dürfen hierbei aber sichere Abstellplätze nicht vergessen.“

Verkehrsthemen und die Dorfentwicklung liegen Marlies Matt am Herzen. „Was die B 31 anbelangt, müssen wir eine verträgliche Lösung finden. Aus Ittendorfer Sicht gilt nach wie vor die Devise Ausbau vor Neubau. Die Trassenvariante nördlich des Waldstücks Weingarten muss verhindert werden.“ Zudem bereite ihr die Südumfahrung Markdorf Sorgen: „Denn das bedeutet deutlich mehr Verkehr durch Ittendorf.“ Wichtig sei außerdem, dass bei der Sanierung der Straße nach Kippenhausen ein Radweg verwirklicht wird. „Es muss auch endlich etwas in Sachen Dorfplatz und Parkplätze für das Bürgerhaus geschehen. Da ist in 20 Jahren nichts vorangegangen“, sagt Matt. Und weitere Punkte sind Matt wichtig: „Ittendorf braucht eine moderate Weiterentwicklung von Bauplätzen und das ehemalige Algemarin-Gelände ist immer noch ein Sorgenkind.“

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