Der 19-jährige Leo Irudayam und der 79-jährige Gerhard Behrendt sind auf der Liste der Markdorfer FDP und kandidieren für die Gemeinderatswahl. Irudayam studiert Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule (DHBW) in Ravensburg, Behrendt hat das Berufsleben längst hinter sich gelassen. Im Oktober will der 19-Jährige den Bachelor-Abschluss in der Tasche haben und den Master draufsatteln.

In Markdorf Gründerkultur befördern

"Ich bin dafür, dass es in Markdorf Veränderungen braucht. Generell interessiert mich das Thema Infrastruktur, beispielsweise in Bezug auf Verkehr oder schnelles Internet. Ich möchte daran mitwirken, dass Markdorf als Wohn- sowie als Arbeitsort noch interessanter wird", nennt Leo Irudayam seine Motivation für die Kandidatur. In Markdorf solle mit Blick auf die Zukunft eine Gründerkultur befördert werden.

Bürgernähe ein weiteres Kernthema

Der Student ist nach eigenem Bekunden bei der FDP, weil sich die Themenbereiche dieser Partei weitgehend mit seinen Interessen und Überzeugungen decken.

Ein weiteres Kernthema, für das sich Irudayam engagieren möchte, ist Bürgernähe: "Die Bürger sollten nicht nur seitens der Stadtverwaltung informiert werden. Informationsveranstaltungen mit Arbeitsgruppen und Workshops sind gut, aber es sollte auch eine Bürger-App sowie eine Internetplattform geben, damit sich alle Einwohner an einer echten Diskussion beteiligen können."

Sorgsam mit Finanzen umgehen

Nach Ansicht von Behrendt ist die FDP "für diejenigen Leute, die das Geld verdienen, das andere ausgeben wollen. Ich will mich dafür einsetzen, dass man mit dem Geld bewusster umgeht". Markdorf habe derzeit rund 30 Millionen Euro Rücklagen. "Als Erstes müssen die Pflichtaufgaben erfüllt werden. Erst dann können wir überlegen, was on top kommen kann und welche Wünsche erfüllt werden können", befindet der Rentner.

Bei Projekt Rathausareal Eile geboten

"Ich will am Thema Kommunalfinanzen und an Projekten wie etwa Rathausareal und Grundschulkonzept mitwirken", erklärt der 79-Jährige. Er ergänzt: "Das Projekt Rathausareal muss dringend und möglichst schnell nach modernsten Methoden umgesetzt werden, weil es um die Finanzierung und auch um Landeszuschüsse geht. Je länger wir warten, desto größer wird die Gefahr, dass die Kosten aus dem Ruder laufen."

Grundschul-Dependance in Markdorf-Süd?

In Sachen Grundschulkonzept argumentiert Behrendt: In Markdorf-Süd sind Wohngebiete ausgewiesen worden, dort entsteht ein Kindergarten. Ich finde es überlegenswert, ob es in Markdorf-Süd auch eine Dependance der Markdorfer Grundschule geben könnte."