Das Betriebsgebäude in der Planckstraße 10, in dem unter anderem die Pflege- und Rehatechnik Kley ihre Räume hat, kann um ein weiteres Vollgeschoss von vier auf fünf Geschosse aufgestockt werden. Die Aufstockung soll im hinteren, nördlichen Kopfbau vorgenommen werden, der von der Straße abgewandt ist. Der Technische Ausschuss hat dem Vorhaben am Dienstagabend einstimmig die Zustimmung erteilt.

Befreiung für neue Gebäudehöhe nötig

Für den Beschluss war eine Befreiung nötig, da die im Bebauungsplan festgesetzte Gebäudemaximalhöhe von zwölf Metern um rund 3,5 Meter überschritten werden wird. Den Bauvorschriften zufolge ist jedoch eine Überschreitung der Gebäudehöhe um drei Meter, etwa für technische Einrichtungen oder Anlagen, zulässig. Im Norden grenzt das Gebäude an eine Wohnbebauung an.

Riedmann: „Kein Präzedenzfall“

Die Zustimmung zu einer Höhenüberschreitung könne zwar grundsätzlich „Folgewirkungen auf zukünftige Planabsichten in diesem Bereich auslösen“, hieß es seitens der Verwaltung. Doch da mit der Aufstockung lediglich die Zahl der Geschosse, nicht aber die Geschossflächenzahl überschritten werde, wäre dies „kein uneingeschränkter Präzedenzfall“, wie Bürgermeister Georg Riedmann anmerkte. Dafür darf das künftige fünfte Geschoss auch nur um mindestens 1,2 Meter gegenüber den darunterliegenden Geschossen zurückgerichtet erbaut werden. Unter dieser Maßgabe hatte die Verwaltung dem Ausschuss auch die Zustimmung empfohlen.

Weitere Aufstockung nur noch zur Straße hin möglich

Eine weitere Aufstockung in diesem Gebäudeteil ist damit nicht mehr möglich. Für weitere Aufstockungen seien dem Bauherren Maßnahmen im Bereich der mittleren Halle und des an der Straße liegenden südlichen Kopfbaus empfohlen worden.

Bitzenhofer: Gewerbe muss in die Höhe wachsen

Für die Umweltgruppe sagte Christiane Oßwald, man könne dem Bauantrag unter der Maßgabe zustimmen, dass keine Nachbarn beeinträchtigt werden. Dies bestätigte Bauamtsleiter Michael Schlegel. „Wir brauchen Gewerbe und Gewerbeflächen“, sagte FW-Chef Dietmar Bitzenhofer. Da es letztere in Markdorf kaum mehr gebe, müsse man den Betrieben die Möglichkeit geben, in die Höhe zu gehen.