Selbstversorger nutzen sie als Gemüsegarten oder Blumenoase, für andere sind sie ein Rückzugsort, manche machen ihre Parzellen zum Ort der Begegnung: Schrebergärten sind auch in der Region sehr beliebt. Der SÜDKURIER hat mit zwei Menschen gesprochen, die Parzellen in Markdorf haben und sie gefragt, was sie daran so schätzen.

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Schwierige Suche nach Parzelle

„Das Grundstück war schwierig zu bekommen, wir haben zwei, drei Jahre gesucht“, sagt Eugen Rossel. Auch in Friedrichshafen habe er sich umgeschaut; vergeblich. Krankheitsbedingt habe sein Vorgänger die Parzelle, die Rossel jetzt gepachtet hat, aufgegeben. Zu Beginn habe es dort nur Rasen gegeben und er habe sich viele Gedanken rund um die Planung der Spiel- und Nutzfläche gemacht.

Der letzte Anstrich, dann ist erst einmal Ausruhen angesagt. Eugen Rossel macht die körperliche Arbeit Spaß und er freut sich an seinen selbst gebauten Häuschen auf dem gepachteten Grundstück.
Der letzte Anstrich, dann ist erst einmal Ausruhen angesagt. Eugen Rossel macht die körperliche Arbeit Spaß und er freut sich an seinen selbst gebauten Häuschen auf dem gepachteten Grundstück. | Bild: Chrstiane Keutner

Freude am Heimwerken und Gärtnern

Inzwischen steht ein Häuschen, dahinter ein kleines mit Bio-Toilette, ein Freisitz mit Pergola. „Ich habe keine Lust, nur zuhause herumzusitzen, ich bin lieber an der frischen Luft, genieße mit meiner Familie die Ruhe und es ist eine schöne Arbeit“, sagt er. Während seine Frau Zinnien, Dahlien, Himbeeren, Gurken, Fleischtomaten aus Russland, Paprika und Auberginen gepflanzt hat, verlegte er Platten und baute das Häuschen. „Das war Schwerarbeit. Aber jetzt ist Ruhe und wir können alles genießen“, sagt Eugen Rossel. Zum Beispiel das Grillen mit den vier Söhnen.

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Blumen und Nutzpflanzen gedeihen in Mira Marchels Garten prächtig

Sehr strukturiert ist der Garten von Mira Marchel aus Kirgisistan. Das sei kaum verwunderlich, habe sie doch 40 Jahre als Agronomin für Obst und Gemüse gearbeitet, wie sie erzählt. Seit 20 Jahren lebt sie in Markdorf. Ohne Handschuhe zu benutzen, zupft sie gelbe Rosenblätter von den Stöcken. Die habe sie halb verfallen zum Sonderpreis erstanden, sagt sie. Mittlerweile haben sie sich sichtlich erholt – und vor allem vermehrt. Doch auch Nutzpflanzen hat sie in ihrem Garten, darunter Tomaten und Gurken.

Diese Tomaten in Herzform wachsen in Mira Marchels Schrebergarten.
Diese Tomaten in Herzform wachsen in Mira Marchels Schrebergarten. | Bild: Chrstiane Keutner

Mira Marchel hat drei Kinder und sieben Enkel, erzählt sie, während sie durch ihr Paradies schlendert, in dem sich auch jede Menge Insekten und Vögel tummeln. Mit dem Rollator könne sie ihren Garten bequem erreichen. Der liege nämlich nur rund einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernt.