Georg Riedmann war bis zuletzt skeptisch. „Ich habe den Wetterbericht intensiv verfolgt“, sagte der Markdorfer Bürgermeister, „und befürchtet, dass wir zur Wiedereröffnung den einzigen Regentag zwischen Februar und November erwischen.“ Die Sorge war unbegründet, denn der Spielplatz an der Breslauer Straße fand sich am Freitagnachmittag im prallen Sonnenschein wieder.

Etwa 30 Kinder nutzten die Gunst der Stunde und waren am Freitag die ersten, welche die neuen Spielmöglichkeiten ausprobierten. Viele Eltern staunten über die neuen Angebote: Slag-Line, Dreh-Teller, Geschicklichkeits- und Kletterparcours und vieles mehr. Diese übten so viel Anziehungskraft aus, dass Klassiker wie Tischtennisplatte oder Bolzplatz sogar kaum noch Beachtung fanden. Dabei lädt letzterer dank neuer Tore und frisch verlegtem Rollrasen wieder bestens zum Kicken ein.

Das Projekt wurde im Juli 2017 vom Gemeinderat beschlossen und schlug am Ende mit knapp 170 000 Euro zu Buche. Im städtischen Haushalt sind jedes Jahr 50 000 Euro für die Spielplätze vorgesehen. Riedmann erläuterte, dass die Stadt zunächst plante, das Budget in vollem Umfang in den Spielplatz an der Breslauer Straße zu investieren. Schließlich sei dieser der meist genutzte in Markdorf.

„Dann kam Herr Gutermann vom Bauamt zu mir und sagte, dass wir es für 50 000 Euro lediglich schaffen, einen neuen Holzzaun aufzustellen“, so der Bürgermeister. Um eine vollständige Neugestaltung zu ermöglichen, wurde das Budget im Folgejahr eingespart.

Stefan Stüber vom Planungsbüro Architektur und Freiraum betonte ausdrücklich, dass dieser Platz nicht ausschließlich für Kinder gedacht ist. „Ich kann mir hier auch gut 50-Jährige beim Tischtennisspielen vorstellen“, so der Ingenieur. Vielmehr wünsche er sich einen Ort der Begegnung, der auch in sozialer Hinsicht einen Mehrwert liefert, „einen Treffpunkt für die Eltern und andere“.

Besonderen Dank richtete Stefan Stüber an die Landschaftsgärtnerei Weißhaar aus Eriskirch, die „maßgeblich an der Neugestaltung beteiligt war“.