Neulich, nach einem Besuch in der Reutemühle war es soweit. „Mama, ich will ein Pferd!“ verkündete mir meine sechsjährige Tochter völlig klar und selbstverständlich. Ich ließ diese Aussage erstmal kommentarlos stehen. Klar, irgendwie hatte ich schon mal irgendwann mit der Frage nach einem Haustier gerechnet. Und zugegeben, verstehen kann ich den Wunsch auch, schließlich hatte ich selbst viele Jahre ein Meerschweinchen.

Aber ein Pferd? Und überhaupt – wie trifft man am besten die Wahl nach dem geeigneten Haustier, was gilt es vorher zu beachten, was muss besorgt werden und was kostet das dann auch noch alles?

Familie Keinath freut sich auf einen Hund

Familie Keinath aus Efrizweiler ist dem Ganzen schon einen großen Schritt nähergekommen. „Nach den Sommerferien, im September bekommen wir einen Hund“, verkündet die sechsjährige Leni stolz. Ihr Bruder Mick kennt Hunde schon von Nachbarn und Verwandten. „Ich mag Hunde einfach sehr gerne und freu mich schon jetzt darauf, mit ihm zu schmusen“, erklärt er. Leni hingegen hat ganz andere Gedanken: „Ich möchte mit ihm Gassi gehen und werde danach alles aufräumen!“

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Denn Hundehaufen, die einfach liegen gelassen werden findet sie eklig. Die beiden haben sich jedenfalls schon Gedanken gemacht. Dass ein Hund nicht nur niedlich ist, sondern auch Arbeit macht, ist den beiden wohl bewusst. Beim Füttern und versorgen wollen sie helfen und ihm am liebsten auch ein paar Kunststücke beibringen. Freund Jacob hört ein wenig neidisch zu. „Ich bettle daheim auch, dass wir einen Hund bekommen. Aber jetzt freu ich mich, dass mein Freund Mick bald einen hat und ich ihn hier besuchen und helfen kann“, verrät der Achtjährige.

Mareike Keinath
Mareike Keinath | Bild: Burkhart, Nicole

Mutter Mareike Keinath versteht die Begeisterung der Kinder. Sie selbst ist mit einem Hund groß geworden. „Er war ein vollwertiges Familienmitglied“, erinnert sie sich. Die Anschaffung des Haustieres geht von allen vier Mitgliedern der Familie aus. „Wir sind schon lange am überlegen, aber erst hat die Zeit gefehlt durch Hausbau und die Kinder. Inzwischen sind sie groß genug, so dass wir dem Tier und den anfallenden Aufgaben auch gerecht werden können“, berichtet Vater Robin Keinath.

Kinder wissen genau, was benötigt wird

Er selbst besaß zwar nie einen eigenen Hund, hatte aber auch schon als Kind einen guten Draht zu den Vierbeinern. „Wir brauchen eine Hundehütte, Futter, einen Fressnapf, ein Körbchen, eine Reisebox“, zählen unterdessen die Kinder auf. Es gilt also schon vorher jede Menge zu bedenken. Auch der Urlaub mit Hund wird wohl ein wenig anders werden als bisher. Das ist den Keinaths aber bewusst. Und auch, was es werden soll. „Eine steirische Rauhaarbracke“, erklärt der achtjährige Mick. „Die sind sehr selten und außerdem soooooo süß“, schwärmt er.

Hund Maccio
Hund Maccio | Bild: Burkhart, Nicole

Für Robin Keinath war klar: „Wenn ein Hund, dann ein Jagdhund!“ So kann er Zeit und Aufwand für das neue Haustier mit seinem Hobby als Jäger verbinden. Daher ist für ihn auch klar, dass der Hund – vielmehr, die Hündin, denn es soll ein Weibchen werden – als Welpe aus einer Zucht stammen muss.

Seine Frau träumt noch immer ein wenig davon, einen Hund aus dem Tierheim oder einem anderen Land zu retten. Wichtiger aber ist ihr, dass das Tier familienfreundlich ist. „Terrier zum Beispiel sind mir zu wild“, berichtet sie. „Die Steirische Rauhaarbracke ist zwar auch dickköpfig, aber da müssen wir halt viel trainieren“, lacht sie.

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Auch wenn ihr klar ist, dass die Hauptarbeit an ihr und ihrem Mann hängen wird, ist sich Mareike Keinath sicher, dass die ganze Familie vom neuen Familienmitglied profitieren kann: „Die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, eine Verpflichtung einzugehen und auch einmal zurückzustecken.“ So hat jeder der vier sein ganz eigenes Motiv für die Anschaffung des Haustieres. Gemeinsam verbindet sie aber die Vorfreude auf „Lexi“ oder „Rita“.