Nicht nur das WC-Spülen wird teurer, sondern auch das anschließende Händewaschen: Die Wassergebühren werden ab dem 1. Januar für die Jahre 2020 und 2021 angepasst. Der Wasserpreis sinkt zwar minimal von 1,81 Euro/Kubikmeter auf 1,80 Euro, doch die Grundgebühr für Hauswasserzähler wird von bisher 2,01 Euro monatlich auf 3,50 Euro erhöht. Damit, so legte Kämmerer Michael Lissner vor dem Gemeinderat dar, greife man die Anregung der Gemeindeprüfungsanstalt auf, Grundgebühren nicht nur als reine Zählergebühren zu berechnen, sondern sie auch zur teilweisen Deckung der Fixkosten heranzuziehen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zu.

Wasserversorgung muss kostendeckend sein

In Markdorf ist die Wasserversorgung ein Eigenbetrieb der Stadt. Als Versorgungsunternehmen soll dieser der Gemeindeordnung nach einen „angemessenen Ertrag“ für den städtischen Haushalt erwirtschaften. Die Gebühren sollen außerdem kostendeckend sein. Diesem Prinzip, so Lissner, liege die Neukalkulation zugrunde. Etwaige Überschüsse sollen dem Haushalt zugeführt oder zusätzlich für eine Konzessionsabgabe verwendet werden. Auch diesem Vorschlag, der unter dem neuen Kämmerer erstmals vorgebracht wurde, stimmte der Gemeinderat zu.