Gutes tun in 72 Stunden: So lautete auch in Markdorf das Motto der vergangenen Tage. Im Rahmen des bundesweiten Sozialprojektes des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hatten die beiden hiesigen Gruppen die Aufgabe, von Donnerstagabend bis Sonntag den Bolzplatz in Hepbach neu zu gestalten.

Die Sitzecke verschönerte das Team der Ferienspiele Markdorf mit Blumen.
Die Sitzecke verschönerte das Team der Ferienspiele Markdorf mit Blumen. | Bild: Singler, Julian

70 Helfer sind im Einsatz

50 Ministranten und 20 Helfer der Ferienspiele errichteten ein Beachvolleyballfeld sowie eine Sitzecke. „Die Idee für dieses Projekt stammt aus der Jugendbefragung vom vergangenen Jahr. Dort wurde ein Volleyballfeld gewünscht“, erklärt Jan Münzer, Jugendbeauftragter der Stadt Markdorf.

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Probleme gab es auf der Baustelle so gut wie keine. „Es muss nur noch die Wiese neben dem Volleyballfeld gesät werden, ansonsten sind wir fertig geworden. Die vergangenen Tage waren sehr anstrengend, aber jeder Einzelne hat gut mitgearbeitet und war motiviert“, schildert Oberministrant Max Kiefer.

Dass das Projekt im vorgegebenen Zeitfenster zu Ende gebracht werden konnte, lag ihm zufolge nicht zuletzt auch an den zahlreichen Sponsoren, die Materialien und Gerätschaften bereitgestellt haben. „Das hat uns enorm geholfen“, sagt er.

Auf dem neu angelegten Beachvolleyballfeld wurden rund 140 Tonnen Kies sowie weitere knapp 150 Tonnen Sand verarbeitet.
Auf dem neu angelegten Beachvolleyballfeld wurden rund 140 Tonnen Kies sowie weitere knapp 150 Tonnen Sand verarbeitet. | Bild: Singler, Julian

Die Kinder und Jugendlichen, die gemeinsam mit anpackten, kamen zügig voran. „Knapp 80 Prozent dürften bereits geschafft sein. Heute war auf jeden Fall der arbeitsintensivste Tag“, sagt der 20-jährige Max Kiefer am frühen Freitagabend. Insgesamt wurden rund 140 Tonnen Kies sowie weitere knapp 150 Tonnen Sand auf dem Beachvolleyballfeld verarbeitet.

Großprojekt war eine Überraschung

Von dem Projekt wusste der Großteil der Gruppe nichts. Erst bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstag im Schloss Salem bekamen die Teilnehmer aus dem Dekanat Linzgau ihre Projekte offiziell mitgeteilt. „Wir haben uns sehr über unsere Aufgabe gefreut.

Bei manchen ist vorab schon durchgesickert, dass wir mit viel Sand zu tun haben werden, da dachte ich erst an einen Sandkasten“, sagt Max Kiefer mit einem Schmunzeln. Auch Viktoria Beck, ebenfalls Oberministrantin, ist begeistert. „Wir hatten eines der größten Projekte zu stemmen. Die Arbeit war cool und hat in dieser großen Gruppe echt Spaß gemacht“, so die 18-Jährige.

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Direkt hinter dem Volleyballfeld ist eine Sitzecke entstanden. „Wir legen in einer runden Fläche Steine an. Die Sitze werden aus zugeschnittenen Baumstämmen bestehen. Dazu wird es einen Tisch und Blumen geben. Alternativ wäre eine Grillstelle schön, aber das muss abgeklärt werden“, erläutert Vivienne Bolien vom Team der Ferienspiele am Freitag. Das mit der Grillstelle hat letztendlich geklappt. Bürgermeister Georg Riedmann gab sein Okay.

Gehören zum Helferteam der Ferienspiele Markdorf: Denise Schramm (von links), Martin Kehrer, Jonah Joksch, Vivienne Bolien, Sebastian Pöhlss, Nathalie Frei, Thomas Benz, Dennis Wagner und Jens Sauer in der Sitzecke, an der gegrillt werden kann.
Gehören zum Helferteam der Ferienspiele Markdorf: Denise Schramm (von links), Martin Kehrer, Jonah Joksch, Vivienne Bolien, Sebastian Pöhlss, Nathalie Frei, Thomas Benz, Dennis Wagner und Jens Sauer in der Sitzecke, an der gegrillt werden kann. | Bild: Singler, Julian

Einweihungsfest am Sonntag

Am Sonntagnachmittag lud das Helferteam alle Eltern, Sponsoren und diejenigen, die sich von dem Ergebnis selbst ein Bild machen wollten, zu einem Einweihungsfest auf den neuen Bolzplatz ein. Dort gab es Grillwürste, Getränke und einige spielten auch direkt eine Partie Volleyball auf dem frisch angelegten Feld. „Ein schöner Abschluss eines tollen Wochenendes“, findet bestimmt nicht nur Viktoria Beck.

Bild: Singler, Julian

Bürgermeister Georg Riedmann nutzte die Gelegenheit, um allen Helfern und Sponsoren, die das alles möglich machten, zu danken. „Ihr habt Großartiges geleistet und einen neuen Platz für die Jugend geschaffen. Wenn ich mir die Sitzecke und das Volleyballfeld ansehe, muss ich sagen, dass hier der beste Platz für diesen Treffpunkt ist“, so der Verwaltungschef.

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Anfang vergangener Woche sei aufgrund des schlechten Wetters nicht damit zu rechnen gewesen, dass alles reibungslos über die Bühne geht. Nun aber sind alle zufrieden und in 72 Stunden ist in Hepbach viel Neues entstanden.