Raffi Mazzitelli ist in einer Großfamilie aufgewaschen. So war für den 22-Jährigen früh klar, dass er sich beruflich im sozialen Bereich orientieren möchte. Der Markdorfer hat die Realschule am Bildungszentrum und anschließend das Wirtschaftsgymnasium in Überlingen besucht. „Ich kannte das Zepp von früher und mich hat einfach interessiert, wie hier gearbeitet wird“, erklärt er seine Bewerbung für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im städtischen Jugendreferat.

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Wichtig sei ihm auch gewesen, das FSJ vor Ort zu machen und nicht wie viele andere junge Menschen für einen Freiwilligendienst ins Ausland zu gehen. „Ich fühle mich hier in Markdorf einfach wohl“, sagt Mazzitelli, der nur wenige Minuten vom „Zepp“ entfernt wohnt. Über die Zusage habe er sich sehr gefreut, auch weil er sich über ein 12-monatiges FSJ sein Fachabitur anrechnen lassen kann.

Er unterstützt die Jugendbeauftragten

Seit September unterstützt er nun die beiden Jugendbeauftragten Ralf Waldenmayer und Jan Münzer bei ihrer Arbeit. Zunächst wurde er von seiner Vorgängerin eingelernt, um dann eigene Aufgaben zu übernehmen. So hat er bereits eine fünfte Klasse der Verbundschule auf eine Hütte in Oberstaufen begleitet und war dort Teil des Betreuerteams. „Ich arbeite gern mit Kindern und Jugendlichen“, sagt Mazzitelli, der in seiner Schulzeit am Bildungszentrum als Streitschlichter tätig war.

Das Skates Open bei der Trendsportanlage ist für ältere Jugendliche geeignet.
Das Skates Open bei der Trendsportanlage ist für ältere Jugendliche geeignet. | Bild: Jörg Büsche

Nun hat er unter anderem eine Juleica-Schulung vorbereitet, betreut das „Zepp“ zu den Öffnungszeiten am Montag und organisiert Treffen für Sammelkartenspiele. Gerne würde er noch das ein oder andere Turnier anbieten – denn eine eigene Idee und aktives Mitgestalten sind im Team gern gesehen.

Freiwilliges Soziales Jahr

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Freiwilligendienst in sozialen Bereichen. Er wird in Deutschland für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten, die die Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt haben und noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben, also ihren 27. Geburtstag noch nicht gefeiert haben. Die Einsatzbereiche liegen sämtlich im sozial-karitativen oder gemeinnützigen Bereich. Das Freiwillige Soziale Jahr erstreckt sich über wenigstens sechs, jedoch maximal 18 Monate.