"Im mein' halt" steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Kommunalpolitik. Ernst Arnegger, Moderator der im gesamten Kreisgebiet wahrgenommenen Bürgerrunde, hat für die nächsten Monate klare Akzente gesetzt. Den Auftakt macht eine Diskussion mit Kandidaten für den nächsten Gemeinderat am 11. April. "Ausnahmsweise findet das dann an einem Donnerstag statt", erklärt Arnegger. Die Gemeinderatsfraktionen haben bereits zugesagt, ebenso die Markdorfer FDP.

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Unter anderem lädt der "I-mein'-halt"-Moderator 2019 die Oberbürgermeister der umliegenden größeren Städte ein. Von der anderen Seeseite sei schon die Zusage gekommen. "Das freut mich besonders, dass Uli Burchardt aus Konstanz anreist", erklärt der Arnegger. Eine weitere Zusage liege schon seitens Andreas Brands vor, des OBs in Friedrichshafen. Der kommt im Oktober.

Spannende Themen werden versprochen

"Da tun sich eine Reihe spannender Themen auf", erläutert Arnegger. Der sich sehr bewusst ist, dass Kommunen wie Friedrichshafen, Ravensburg, Überlingen oder Konstanz ganz anders dastehen als ein Unterzentrum wie Markdorf. Gleichwohl träten in vielen Bereichen ähnliche Probleme auf, sodass sich unter Umständen aus den Lösungsansätzen lernen ließe. "Sei es von der Konstanzer Altstadt-Entwicklung", so Arnegger, "sei es von den Verkehrskonzepten oder vom Umgang mit dem demografischen Wandel."

2019 setzt "I-mein'-halt"-Moderator Ernst Arnegger auf kommunalpolitische Themen.
2019 setzt "I-mein'-halt"-Moderator Ernst Arnegger auf kommunalpolitische Themen. | Bild: Jörg Büsche

2019 sei ein politisch spannendes Jahr, urteilt Ernst Arnegger. Schließlich stehen im Mai die Wahlen zum EU-Parlament und die Kommunalwahlen an. Auf das europäische Parkett hat die "I-mein-halt"-Runde bereits im vergangenen Herbst einen Blick geworfen, als mit Maria Heubuch (Grüne) und Norbert Lins (CDU) zwei Brüssler Parlamentarier nach Markdorf eingeladen worden sind, ihre Sicht auf wichtige EU-Themen zu schildern. Nun schaut "I mein‘ halt" sehr gezielt und verstärkt aufs Kommunale. Es sei an der Zeit, "das wir uns aus unser durch den Bürgerentscheid entstandenen Schock-Starre lösen", sagt der "I-mein‘- halt"-Moderator.

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Falls die Bischofsschloss-Initiative ebenfalls Kandidaten aufstellt, würden auch die eingeladen, so kündigt Arnegger an. Im Blickfeld werde am 11. April indes weniger die Zukunft des Bischofsschlosses stehen, stattdessen die Innenstadt-Entwicklung, außerdem der Nah- sowie der Durchgangsverkehr. Ebenfalls solche "Dauerbrenner" wie die Ausweitung der Wohn- und Gewerbeflächen oder die Bahn-Unter- beziehungsweise Überführung. "Wir wollen etwa über die Schulen hören, über das Thema Senioren in Markdorf", wünscht sich Arnegger.

Runde zum Thema Wohnen geplant

Im Juni oder Juli, jedenfalls vor der Sommerpause, soll es eine "I-mein‘- halt"-Runde mit dem Schwerpunkt Wohnen geben. "Da können wir dann ruhig auch die jüngst von den Freien Wählern im Gemeinderat angesprochen Überlegungen zu einer städtischen Wohnbau-Gesellschaft aufgreifen", erklärt Ernst Arnegger.

Er lässt keinen Zweifel, dass es ihm um weit mehr geht, als nur die inhaltliche Diskussion mit Politikern. Ganz im Sinne von "I mein‘ halt", dessen Anliegen der Meinungsbildung und der Meinung-Begegnung entsprechend, möchte der Politmoderator eine Lanze für die Kommunalpolitik brechen. "Ohne bürgerschaftliches Engagement können wir unsere Gemeinden nicht weiterbringen", lautet sein Credo. Rückzug in den privaten Schmollwinkel, Wut und Verdruss seien für ihn keine sinnvolle Wahl, betont Arnegger. Selber lange Jahre in der Lokal-, Kreis- und auch Landespolitik aktiv, baue er auf Information, Austausch und politischen Ausgleich. "In diesen Zeiten kann man seine Hände doch nicht in den Schoß legen", sagt Arnegger, "auch nicht auf kommunaler Ebene."