Um die Schnecken ging es erst beim abendlichen Abschluss im Gasthof. Zuvor durften sich die Stadträte auf ihrer „Schneckentour„ am Aschermittwoch von der Verwaltung über die vier Flächenoptionen für den beschlossenen Neubau einer dritten Grundschule im Süden der Stadt informieren lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Eineinhalbstündige Fußtour

Beim Vor-Ort-Termin standen Bürgermeister Georg Riedmann, Bauamtsleiter Michael Schlegel und Kämmerer Michael Lissner Rede und Antwort. Die eineinhalbstündige Fußtour führte vom Ende der Heggelinstraße durch Markdorf-Süd bis zum Ende des Bildungszentrums an der Bahnunterführung.

Das könnte Sie auch interessieren

Klar ist vor allem: Jede Fläche hat Vorteile, aber auch Nachteile

Jeweils rund 20 Minuten dauerten die vier Zwischenstopps, mit Info- und Fragerunden. Am Ende war klar: Die perfekte Fläche gibt es nicht. Alle vier Optionen bieten Vor-, aber auch Nachteile. Im Einzelnen:

Fläche Öhmdwiesen: In Markdorf-Süd, anschließend ans Neubaugebiet und am Gemeindeverbindungsweg Richtung Stüblehof könnten Schulneubau und Turnhalle direkt nebeneinander errichtet werden. Für eine vernünftige Erschließung müsste die jetzige Baustraße zum Zubringer zur B 33 ausgebaut werden. Auch damit wäre aber der zu erwartende Hol- und Bringverkehr durch die Siedlung über die Heggelinstraße problematisch. Der nasse Untergrund dürfte zudem kostspielige Grundierungsmaßnahmen erfordern.
Fläche Öhmdwiesen: In Markdorf-Süd, anschließend ans Neubaugebiet und am Gemeindeverbindungsweg Richtung Stüblehof könnten Schulneubau und Turnhalle direkt nebeneinander errichtet werden. Für eine vernünftige Erschließung müsste die jetzige Baustraße zum Zubringer zur B 33 ausgebaut werden. Auch damit wäre aber der zu erwartende Hol- und Bringverkehr durch die Siedlung über die Heggelinstraße problematisch. Der nasse Untergrund dürfte zudem kostspielige Grundierungsmaßnahmen erfordern. | Bild: Grupp, Helmar
  • Fläche Öhmdwiesen: Dort ist die Grundstücksfrage geklärt: Mit der Kirche sei man sich über deren zwei Grundstücke einig, so Riedmann. Zunächst in Erbpacht, mit späterer Kaufoption. Das Problem hingegen ist der bekannt schlechte Untergrund. Laut Schlegel wäre für den Bau der beiden Gebäude ein Bodenaustausch nötig. Die Schule würde direkt an die Heggelin-Bebauung zweigeschossig entstehen, bei einer späteren Dreizügigkeit dann auf drei Geschosse aufgestockt.
Fläche Sportplatz: Für die Schule wäre der Streifen zwischen dem Fußballplatz im Hintergrund und der Wohnbebauung links im Bild vorgesehen. Die Turnhalle würde Richtung Verkehrsschule gebaut werden. Deren Parkplätze sowie das SCM-Vereinsheim müssten weichen. Die SCM-Parkplätze (im Bild) würden bestehen bleiben. Planerisch herausfordernd sei laut Kämmerer Lissner die polygonale statt rechteckige Fläche. Mit einer Klappe schlagen könne man hingegen den ohnehin nötigen Neubau des Vereinsheims, so Riedmann.
Fläche Sportplatz: Für die Schule wäre der Streifen zwischen dem Fußballplatz im Hintergrund und der Wohnbebauung links im Bild vorgesehen. Die Turnhalle würde Richtung Verkehrsschule gebaut werden. Deren Parkplätze sowie das SCM-Vereinsheim müssten weichen. Die SCM-Parkplätze (im Bild) würden bestehen bleiben. Planerisch herausfordernd sei laut Kämmerer Lissner die polygonale statt rechteckige Fläche. Mit einer Klappe schlagen könne man hingegen den ohnehin nötigen Neubau des Vereinsheims, so Riedmann. | Bild: Grupp, Helmar
  • Fläche Sportplatz: Städtebaulich „enorm reizvoll“ laut Riedmann. Er habe aber „Bauchschmerzen“ wegen des Verkehrs. Denn der Hol- und Bringverkehr würde größtenteils über die enge und jetzt schon oft zugeparkte Sportplatzstraße laufen. Mit Vereinsheim-Neubau und eventuell einer Tiefgarage für die Schule wäre dies wohl die teuerste der vier Varianten.
Fläche Trendsportanlage: Oberhalb der Trendsportanlage zur Ensisheimer Straße hin könnte auf der linken Seite des Fußweges die Schule entstehen (Bildhintergrund), auf der gegenüberliegenden Seite direkt anschließend an die BZM-Sporthalle eine einzügige Turnhalle. Ein wenig schwierig, so Bauamtsleiter Michael Schlegel, sei die Hanglage, aber lösbar. Die Rückseite der Schule würde dann an die Wohnbebauung grenzen, aus Lärmschutzgründen. Baurechtlich sei ein „sorgfältiges Erarbeiten“ nötig, hieß es.
Fläche Trendsportanlage: Oberhalb der Trendsportanlage zur Ensisheimer Straße hin könnte auf der linken Seite des Fußweges die Schule entstehen (Bildhintergrund), auf der gegenüberliegenden Seite direkt anschließend an die BZM-Sporthalle eine einzügige Turnhalle. Ein wenig schwierig, so Bauamtsleiter Michael Schlegel, sei die Hanglage, aber lösbar. Die Rückseite der Schule würde dann an die Wohnbebauung grenzen, aus Lärmschutzgründen. Baurechtlich sei ein „sorgfältiges Erarbeiten“ nötig, hieß es. | Bild: Grupp, Helmar
  • Fläche Trendsportanlage: 0,45 Hektar im Westen, zur Wohnbebauung hin, sind bereits im Besitz der Stadt. Weitere 0,4 Hektar östlich des Fußweges, direkt neben der BZM-Sporthalle, müssten vom Landkreis erworben werden. Verkehrlich ist dies der günstigste Standort, direkt an der Ensisheimer Straße und mit der BZM-Busbucht nur wenige Meter entfernt.
Fläche Filbenen: Direkt östlich angrenzend ans BZM und zwischen dem Ex-Recyclinghof und der Bahnlinie würden Schule und Turnhalle Platz finden, die Turnhalle in dem Konzept auf der Ackerfläche im Bildhintergrund zur Bahnlinie hin. Ungeklärt seien laut Riedmann bei dieser Fläche aber Fragen des Untergrundes und des Grundwassers, Stichwort HQ-100-Überschwemmungsgebiet. Von den Anliegern her unproblematisch, denn es gibt keine, vom Flächenerwerb schwierig, da zwei nötige Grundstücke noch in Privatbesitz seien.
Fläche Filbenen: Direkt östlich angrenzend ans BZM und zwischen dem Ex-Recyclinghof und der Bahnlinie würden Schule und Turnhalle Platz finden, die Turnhalle in dem Konzept auf der Ackerfläche im Bildhintergrund zur Bahnlinie hin. Ungeklärt seien laut Riedmann bei dieser Fläche aber Fragen des Untergrundes und des Grundwassers, Stichwort HQ-100-Überschwemmungsgebiet. Von den Anliegern her unproblematisch, denn es gibt keine, vom Flächenerwerb schwierig, da zwei nötige Grundstücke noch in Privatbesitz seien. | Bild: Grupp, Helmar
  • Fläche Filbenen: Auch diese Fläche ist verkehrstechnisch gesehen recht günstig. Nicht ganz ideal sei allerdings das Nadelöhr an der einspurigen Bahnunterführung. Bereits jetzt schon staut sich dort der Verkehr zu Stoßzeiten.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.