Der SC Markdorf wird einen neuen Kunstrasenplatz bekommen, als Ersatz für das marode Geläuf, das mittlerweile nach Expertenbewertungen erhebliche Verletzungsgefahren für die Sportler birgt.

Kein Zuwarten auf etwaige Fördermittel

Ursprünglich hatte die Verwaltung dafür plädiert, mit dem Beginn der Arbeiten noch zuzuwarten, bis ein Antrag auf Fördermittel bewilligt sein würde. Da für 2020 bei einem erstmaligen Stellen des Antrags jedoch laut Kämmerer Michael Lissner kaum mit einem positiven Bescheid zu rechnen sei, sondern dies vermutlich erst in einem der Folgejahre bei einem zweiten oder dritten Antrag der Fall sein könnte, votierte das Gremium auf Antrag der SPD für eine Sanierung unabhängig von Fördermitteln. Diese, so hieß es im Rat, seien in einer Höhe von bis zu 84 000 Euro zu erwarten, bei Gesamtkosten der Sanierung in Höhe von rund 770 000 Euro. Nun sollen 800 000 Euro für diese Maßnahme in den Haushalt 2020 eingestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

SPD-Chef Uwe Achilles setzt sich für rasche Lösung ein

SPD-Fraktionschef Uwe Achilles hatte eindringlich für einen baldigen Baubeginn auch ohne Zuschüsse geworben. Angesichts des Verletzungsrisikos sei es nicht ratsam, den neuen Kunstrasen erst in zwei oder drei Jahren anzulegen, wenn der Zuschuss eingegangen sei, zumal dieser ohnehin nicht fest einzuplanen sei.

Warte man hingegen noch zu, würde sich die Kosteneinsparung durch etwaige Fördermittel aufgrund von Kostensteigerungen bei der Baumaßnahme teils wieder aufheben. Zudem, so Achilles, werde der Rasen intensiv von Jugendlichen genutzt, auch deshalb plädiere er für eine rasche Lösung.

Hockey-Club und Fußballer profitieren

Von der Investition profitieren wird auch der Hockey-Club Markdorf, dessen Nachwuchs ebenfalls auf dem Kunstrasen trainiert. Weil man eine Variante finden musste, die für beide Sportarten praktikabel ist, musste eine Kompromisslösung gewählt werden. Diese, so hieß es, sei zwar nicht das Optimum für beide Sportarten, aber um Längen besser als der bisherige Kunstrasen.

Das könnte Sie auch interessieren

Verbaut werden soll ein Kunstrasen, wie ihn auch der VfB Stuttgart nutzt. Vertreter beider Vereine, der Verwaltung und die Stadträte Dietmar Bitzenhofer und Alfons Viellieber hatten sich nach einer Exkursion nach Stuttgart im März für dieses Produkt entschieden. Dabei handelt es sich um einen unverfüllten Kunstrasen mit einer Halmlänge von 14 Millimetern, verlegt auf einer Elastikschicht. Der alte Platz ist 19 Jahre alt, die Lebensdauer eines Kunstrasens beträgt zwischen zwölf und 15 Jahren.