Beim Einzug in den Schlosshof am Mittwochabend zeigten sich Abordnungen von insgesamt zehn Blaskapellen, die von Bezirksdirigent Jens Hacker angeführt wurden. Begleitet wurden die Musikanten von der Trachtengruppe Markdorf und dem Nachtwächter Rudi Stark sowie einem Fahnenträger des Spielmanns- und Fanfarenzuges der Feuerwehr Markdorf.

Bürgermeister Georg Riedmann freute sich in seiner Begrüßungsansprache über die große Gästeschar. Von insgesamt 18 geplanten Konzerten konnten dank des guten Wetters insgesamt 16 gespielt werden. "Wettertechnisch habe ich das Gefühl, wir könnten noch zwei Wochen mit unseren Sommerkonzerten dranhängen", freute sich Riedmann. Im Schnitt kamen 200 Besucher pro Konzert.

"Ich finde die Atmosphäre im Schlosshof einmalig", schwärmt Dieter Stahl, Stammgast seit vielen Jahren. "Ich genieße die Atmosphäre und bin ein großer Fan unserer heimischen Blaskapellen", sagt Karl Ainser aus Ittendorf. Die beiden Männer wurden nicht enttäuscht, sie wurden – wie die anderen Besucher auch – zuerst von dem gemischten Chor der Blaskapellen unter der Stabführung von Jens Hacker und im Anschluss von der Stadtkapelle Markdorf unter der Leitung von Reiner Hobe mit Heimatmelodien, Volksliedern, Märschen und Polkas belohnt.

Neues Konzept wird erarbeitet

Den Auftakt des Gesamtchors zum großen Sommerkonzert-Finale war der Jubiläumsmarsch, der eigens für die Stadtkapelle Markdorf zum 150. Jubiläum komponiert worden war. "Dieser Abend erinnert mich an den Tag der Blasmusik bei unserem Jubiläums-Festival. Auch dort haben die Blaskapellen von heute Abend mitgewirkt, es war für mich ein unvergesslicher Moment", sagt Brigitte Waldenmaier, Vorsitzende der Stadtkapelle. Wo und wie die künftigen Sommerkonzerte stattfinden sollen, wenn die Baumaßnahmen am Bischofsschloss beginnen, ist noch ungewiss. Die Verantwortlichen wollen ein neues Konzept erarbeiten.