Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel haben am Samstag die Feuerwehren im Bodenseekreis in Atem gehalten. 485 Feuerwehreinsätze zählte die Polizei bis zum Sonntagmorgen. 650 Feuerwehrleute aus Deggenhausertal, Eriskirch, Frickingen, Friedrichshafen, Hagnau, Immenstaad, Kressbronn, Langenargen, Markdorf, Meckenbeuren, Meersburg, Oberteuringen, Salem, Stetten, Tettnang, Überlingen und Uhldingen-Mühlhofen kümmerten sich um die Schäden. Während alleine in Friedrichshafen 360 der Einsätze zu verzeichnen waren, kam Markdorf mit nur sechs Einsätzen relativ unbeschadet davon.

Im Regen versank am Samstag der Flohmarkt, wobei ein Baum, der an der Volksbank, Ecke Post-/ Hauptstraße, umstürzte, für besondere Aufregung sorgte. Um 16.25 Uhr wurde die Feuerwehr, Abteilung Markdorf, in die Poststraße gerufen. "Gott sei dank wurde niemand verletzt, da sich auch hier Flohmarkstände befanden", berichtet Martin Scheerer, Pressesprecher der Feuerwehr. Der Baum wurde von den Einsatzkräften vor Ort zersägt. Parallel rückte die Feuerwehr um 16.30 Uhr mit der Drehleiter in die Straße am Stadtgraben aus. "Hier hatte sich ein über der Straße befindliches Banner gelöst und musste abgehängt werden", teilt Scheerer in seinem Bericht mit. Im Mittleren Lettenweg in Leimbach wurden Äste beiseitegeschafft. An der Mangoldstraße mussten etliche Meter Bauzaun wieder aufgerichtet werden. Dies übernahm bei ihrer Rückfahrt aus Leimbach die Mannschaft des Rüstwagens.

Um 18.30 Uhr wurde der Schlauchwagen für einen Einsatz im Häfler Klinikum angefordert. Aufgrund eines Wassereinbruchs halfen die Markdorfer mit einem Wassersauger aus. Die Abteilung Riedheim bestritt schließlich den letzten Einsatz des Tages. Sie musste um 20.40 Uhr noch einen Baum auf dem Wirtschaftsweg von Hepbach nach Stadel entfernen. "Dieser Einsatz mit dem Löschgruppenfahrzeug war nach circa 30 Minuten beendet", schreibt Scheerer.