„164 Mal werden wir noch wach, heißa dann ist Weihnachtstag!“ Einen Vorgeschmack darauf hat es schon am gestrigen Sonntag gegeben. Und seine Freude darüber drückte jedenfalls Johannes Eckmann aus. Der Leiter des Jungen Kammerorchesters der Musikschule hatte sein Ensemble zusammen mit Mitgliedern des gleichfalls zur Markdorfer Musikschule gehörenden Orchester Avants dirigieren dürfen.

Johannes Eckmann dirigiert das aus seinem Jungen Kammerorchester, dem Orchester Avant und dem Intermezzo-Orchester gebildete Ensemble.
Johannes Eckmann dirigiert das aus seinem Jungen Kammerorchester, dem Orchester Avant und dem Intermezzo-Orchester gebildete Ensemble. | Bild: Jörg Büsche

Außerdem spielten Musikschüler aus Regensburg mit. Sie gehören zum Intermezzo-Orchester der dortigen Sing- und Musikschule, mit der die Markdorfer regelmäßigen Austausch pflegen. Jüngst erst waren sie in der oberpfälzischen Donaustadt – und hatten das gestrige Konzert dort bereits in der gleichen Konstellation gegeben.

Johannes Eckmann dirigiert das aus seinem Jungen Kammerorchester, dem Orchester Avant und dem Intermezzo-Orchester gebildete Ensemble.
Johannes Eckmann dirigiert das aus seinem Jungen Kammerorchester, dem Orchester Avant und dem Intermezzo-Orchester gebildete Ensemble. | Bild: Jörg Büsche
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„Wie Weihnachten“ empfand Dirigent Eckmann das Konzert aber nicht allein wegen des gelungenen Auftritts der Musikschüler. Solisten und Orchester rissen das Publikum hin. So erfrischend, so geschmeidig war ihr Spiel. Und wenn doch einmal eine gewisse Ängstlichkeit ob der durchaus vorhandenen Hürden aufkeimen wollte, gab sich das rasch.

Camille Lombard spielt das Cello-Solo aus dem Andante des Concertino C-Dur von Julius Klengel.
Camille Lombard spielt das Cello-Solo aus dem Andante des Concertino C-Dur von Julius Klengel. | Bild: Jörg Büsche

Seine weihnachtlichen Gefühle zog Johannes Eckmann auch aus der Musik. Das so überaus vertraute Motiv aus Peter Tschaikowskys Nussknacker-Suite machte die Hitze im Saal, den Sonnenglanz draußen vergessen. Niemand hätte sich über Lebkuchen und Naschwerk gewundert. Zu loben ist an dieser Stelle übrigens der warme Ton, den die Streicher hinzauberten. Das hatte Schwung, animierte – sowohl beim Russischen Tanz wie auch beim Blumenwalzer.

Harmonisch im Zusammenspiel: das aus drei Schülerorchestern gebildete Gesamtorchester bei seinem Auftritt in der Stadthalle.
Harmonisch im Zusammenspiel: das aus drei Schülerorchestern gebildete Gesamtorchester bei seinem Auftritt in der Stadthalle. | Bild: Jörg Büsche

Gerhard Eberl, der Leiter der Markdorfer Musikschule bedankte sich nach dem Konzert bei Dirigent Eckmann, aber auch bei Silke Homeier-Arndt, seiner Kollegin aus Regensburg. „Etwas ganz Besonderes“ habe man zu hören bekommen, so Eberl. Was für das Konzert galt, galt für manches Stück im Programm. Zum Beispiel für die Vivaldi-Piècen, die Felicia und Jona Löffler zum Besten gaben, für Antonia Berger sattes „Präludium und Allegro im Stile von Gaetano Pubnani“ oder für Camille Lombards Cello-Andante aus Klengels Concertino. Die Bravos und der Applaus der Konzert-Gäste waren wohl verdient.

Hingerissenes Publikum beim Konzert des Jungen Kammerorchesters der Musikschule Markdorf und des Regensburger Intermezzo-Orchesters in der Stadthalle.
Hingerissenes Publikum beim Konzert des Jungen Kammerorchesters der Musikschule Markdorf und des Regensburger Intermezzo-Orchesters in der Stadthalle. | Bild: Jörg Büsche