Seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Da wird man hineingeboren. Und trägt einen Namen, der einem womöglich so gar nicht behagt. Vielleicht ist das ja auch in der Tierwelt so. Doch da finden sich mitunter Auswege. Zum Beispiel, wenn man zur Familie der Schlangenfische gezählt wird, weil man recht aalartig daherkommt.

Da hört sich dann der Name „Bartmännchen“ gleich sehr viel netter an. Aber auch ein wenig unspektakulär, sofern man auf sich hält. Und das tut er wahrlich. Der Fisch, dessen Name eigentlich „Kingklip“ lautet. An der Küste Südafrikas auftretend, benannten ihn ehedem die Holländer so, weil er ihnen so vorzüglich mundete.

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Kingklip ist keine Ortsangabe, nicht die Königsklippe bei soundso, sondern das Kennzeichen für den König der Felsenfische – einen der feinsten Tafelfische, wie ihn das Oxford Handbuch für Lebensmittel bezeichnet. Als rechten „Paradefisch“ und künftig starken Konkurrenten des Kabeljaus schätzen die Fischhändler den schlangenartigen Raubfisch aus dem Südostatlantik. „Und die Kunden mögen ihn, weil er so schön festes, weißes Fleisch hat, dabei aber grätenfrei ist“, erklärt Eunice Furtado, Verkäuferin am Stand von Fischer Meichle aus Friedrichshafen.

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Noch sei das Kinglip-Filet ziemlich neu im Sortiment. Auch gedacht als Alternative zum Kabeljau, erklärt Eunice Furtado. Noch fragen die Käufer nach Tipps für die Zubereitung. Doch bald kommt er ebenso selbstverständlich in die Pfanne wie Lachs, wie Kabeljau – und gehört dann gewissermaßen zur Familie.

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