Beim Blick auf die Homepage des Gymnasiums am Markdorfer Bildungszentrums (BZM) stechen zwei Meldungen ins Auge. Zum einen sind zwei Schülermannschaften Welt- und Europameister im Roboter-Fußball geworden, dies durch ihr gutes Abschneiden in Sidney beziehungsweise in Hannover. Und zum anderen hat die Mannschaft der Fußball-AG den Meistertitel auf Regierungspräsidiumsebene nach Markdorf geholt. Es war dies der krönende Abschluss einer Reihe von erfolgreich absolvierten Spielen.

Simon Dickreiter erzielt den Siegtreffer

„Eine Super-Team-Leistung“, lobt Sportlehrer Thomas Melzer seine Mannschaft. In der ersten Runde, dem Kreisfinale, haben die Markdorfer die Schüler vom Tettnanger Montfort-Gymnasium und der Claude-Dornier-Berufsschule Friedrichshafen geschlagen. Bei der Vorausscheidung in Bad Schussenried siegten die Markdorfer gegen die Bad Schussenrieder. Melzer berichtet, dass das Team dabei wegen seiner Kampfesstärke und auch wegen seines Sportsgeistes einige Anerkennung geerntet habe. Das Finale in Markdorf gegen die Mannschaft aus Balingen bezeichnet der Sportlehrer als „heißen Tanz“ und bezieht sich dabei sowohl auf die Temperaturen wie auch auf das Spiel selber, bei dem Simon Dickreiter in der 52 Minuten den Siegtreffer erzielte.

Beim Training machen auch Ex-Schüler mit

Von vorbildlichem Teamgeist, von großem Einsatz, Siegeswillen aber auch von Respekt gegenüber Gegnern und Schiedsrichtern schreibt Thomas Melzer in seinem Website-Bericht über das Regierungspräsidiumsfinale für die Jahrgänge 2001 und jünger. Was der Sportlehrer nicht erwähnt, ergänzt Fritz Aspacher. Der 21-Jährige ist längst fertig mit der Schule, kommt aber immer noch zum Mittwochstraining auf dem Platz hinter der alten Sporthalle – sofern er die Zeit dazu findet. „Weil‘s einfach riesigen Spaß macht“, erklärt Aspacher.

Siebtklässler und Abiturienten kicken gemeinsam

Freude am Kicken in der Fußball-AG hat auch Antoine Endres, 17, der ebenso wie Fritz Aspacher in der siebten Klasse eingestiegen ist. „Es geht immer fair zu“, berichtet der hoch gewachsene 17-Jährige. Im Vordergrund stehe das Spielerische, nicht so sehr das Gewinnen. Natürlich freue man sich über jeden Sieg. Der aber werde eher locker angegangen, eher unverkrampft, keinesfalls verbissen. Was Antoine Endres beschreibt, leuchtet dem rasch ein, der der Fußball-AG bei einem Match zuschaut. Es wirkt, als genössen die Schüler ihre Dribblings, als ginge es auch immer um eine gewisse Eleganz. Und was erstaunt: Es spielen Siebtklässler neben Abiturienten – und das gänzlich gleichberechtigt.