Welchen Kurs soll Markdorf künftig einschlagen? Das fragten sich die Freien Wähler bei ihrem jüngsten „Terrassengespräch“. Wegen der regnerischen Wetterverhältnisse fand die Veranstaltung im Obertor statt. „Wir machen keine Wahlversprechen“, stellte Dietmar Bitzenhofer, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Gemeinderat, zu Beginn des kommunalpolitschen Abends klar. „Wir geben Anregungen und suchen dann Mehrheiten dafür.“

Das könnte Sie auch interessieren

FW sehen Informations- und Beistandsbedürfnisse bei Senioren

Keine Zustimmung seitens der anderen Ratsfraktionen habe es zum Beispiel für den von den Freien Wählern gewünschten Seniorenbeauftragten gegeben, bedauerte Bitzenhofer. Regine Franz und Sandra Steffelin führten aus, warum Markdorfs ältere Bürger ihrer Ansicht nach dringend einen Vertreter brauchen. Und warum insbesondere die Informations- und Beistandsbedürfnisse der Senioren weder durch das Mehrgenerationenhaus (MGH) noch durch die städtische Ansprechpartnerin im Friedhofs- und Sozialamt des Rathauses abgedeckt werden könnten. Laut Franz hätte ein Seniorenbeauftragter bei der Verwaltung bessere Erfolgsaussichten als ein einzelner Bürger.

Arnold Holstein: Erweiterung des Seniorenzentrums unabdingbar

Im gleichen Zusammenhang erinnerte Dietmar Bitzenhofer daran, dass die Freien Wähler gegen die Erweiterung des Kindergartens St. Elisabeth gestimmt haben, weil sie dort weiteren Raumbedarf für das benachbarte Seniorenzentrum sehen. Arnold Holstein beleuchtete die Situation. Eine Erweiterung sei aus seiner Sicht unabdingbar, denn nur bei besserer Raumausstattung ließen sich moderne, zukunftsträchtige Pflegekonzepte verwirklichen. Ein Problem bleibe jedoch: der Mangel an qualifizierten Pflegekräften.

Plädoyer für städtische Wohnbaugesellschaft

Jens Neumann brachte ein anderes Thema zur Sprache: „In Markdorf fehlt es an bezahlbarem Wohnraum“, sagte er. Deshalb plädiere die Freie-Wähler-Fraktion für eine städtische Wohnbaugesellschaft. Damit könne die Stadt Immobilien vorhalten und mit diesen die Stadtentwicklung mit gestalten, indem sie „Druck auf den Markt ausübt“.

Das könnte Sie auch interessieren

Neumann skizzierte auch die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete. Ohne größere Flächen bleibe nur, das Vorhandene besser auszulasten, Kooperationen anzuregen. Und Neumann wiederholte seine Kritik an der Innenstadtentwicklung. „Keiner kümmert sich richtig – wir brauchen da Innovationen.“ Ihn wundere, dass die Chancen auf dem Rathausareal kaum diskutiert würden. Es fehle ein Hotel. Gäste aber brächten Einnahmen.

Sofort informiert über Kommunalwahl-Ergebnisse: Über die SÜDKURIER Online-App informieren wir Sie direkt per Push-Nachricht auf Ihrem Smartphone über die Wahlergebnisse Ihrer Gemeinde. Um Push-Nachrichten zu empfangen, melden Sie sich einfach in der App an, wählen Ihren Heimatort und aktivieren in Ihren Profileinstellungen das Empfangen von Push-Nachrichten für Ihren Heimatort. Jetzt herunterladen!