Bernhard Grafmüller hat schon als Ittendorfs Ortsvorsteher an Sitzungen des Gemeinderates Markdorf teilgenommen. Am 26. Mai wurde er als UWG-Stadtrat gewählt.

Video: Toni ganter

Zur Kommunalpolitik ist Grafmüller über die Verkehrsproblematik gekommen, als damals die ersten Pläne des Planungsfalls 7 öffentlich bekannt wurden. Die Planung der B 31-neu bilde deshalb weiterhin einen Schwerpunkt. „Ich bin ein Verfechter des Prinzkips Ausbau vor Neubau“, sagt er.

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Die Südumfahrung sieht er „als problematisch, weil dies zu mehr Verkehr auf der B 33 durch Ittendorf„ führe. „Andererseits sehe ich natürlich auch die Notwendigkeit, dass in Markdorf eine Verbesserung der Situation herbeigeführt werden muss. Die Südumfahrung und die B 31-neu hängen eng zusammen.“

Dreispuriger Ausbau der B 31 sollte genügen

Für die Ortsumfahrung soll nach Grafmüllers Dafürhalten „erst eine Entscheidung gefällt werden, wenn die Trassenauswahl der B 31-neu vorliegt, damit nicht in einem Korridor von wenigen Kilometern zwei Straßen neu gebaut werden“. Grafmüller ist der Meinung, „dass mit Blick auf die notwendige CO2-Reduzierung ein dreispuriger Ausbau der B 31-neu ausreichend sein sollte“.

Schlossareal soll öffentlich genutzt werden

Ihm liegt auch eine „vernünftige Nutzung“ des Bischofsschlosses am Herzen. „Für mich ist Rahmenbedingung, dass das Schlossareal öffentlich genutzt wird und im städtischen Eigentum bleibt, in welcher juristischen Form auch immer.“

Schulstandort in Markdorf-Süd überlegenswert

Da Markdorf im Süden der Stadt schon gewachsen sei und dort weiter wachsen werde, „halte ich dort einen Schulstandort für überlegenswert. Denn eine Erweiterung der Jakob-Gretser-Schule erscheint sehr anspruchsvoll und kostenintensiv“, argumentiert der UWG-Stadtrat.

UWG-Stadtrat seit 1. August in Ruhestand

Grafmüller ist seit 1. August im Ruhestand. Er kam 1986 zur Dornier System GmbH, arbeitete zuletzt bei Airbus Defence and Space. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und ein Enkelkind. Seine Frau Eva ist Vorsitzende der Musikfreunde Markdorf. Das Abitur absolvierte er in Essen. Er studierte von 1974 bis 1980 Mathematik in Bochum. Von 1980 bis 1986 war er Assistent in der Elektrotechnik der Ruhr-Universität Bochum, wo er 1985 promovierte.