Vier Bürgermeister, eine Vereinbarung – vorbereitet wurde die schon lange, durch zahlreiche Gespräche, die Gerhard Eberl und Reinhard Nedela geführt haben. Der Musikschuldirektor und der Vorsitzende des Musikschulvereins haben immer wieder in den Rathäusern von Markdorf, von Bermatingen, von Deggenhausertal und von Oberteuringen vorgesprochen. Aber auch bei anderen Gemeinden, aus denen Musikschüler kommen.

Musikschuldirektor Eberl und Vereinsvorsitzender Nedela verfolgten dabei das Ziel, die Finanzierung der Markdorfer Musikschule auf eine sichere Basis zu stellen. „Bisher hatten wir Absprachen mit jeder Gemeinde in unserem Einzugsgebiet“, schilderte Eberl die für ihn unbefriedigende Situation. „Künftig gibt es eine einheitliche Regelung“ – zumindest in den vier Gemeinden im Gemeindeverwaltungsverband. Je nach Schülerzahl, schießt die einen bestimmten Betrag zu.

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Wer in Oberteuringen wohnt, und sein Kleinkind in den „Musikgarten Baby“ der Markdorfer Musikschule bringt, der musste bislang im Jahr dafür 204 Euro zahlen. Während Markdorfer Eltern für ihre kleine Tochter oder ihren kleinen Sohn lediglich 192 Euro überweisen müssen.

Bermatinger und Deggenhausertaler zahlen 198 Euro. Was sie ab Januar auch weiterhin tun werden, denn 198 Euro gilt dann für alle Kinder im „Musikgarten Baby“, sofern sie aus den vier Verbandsgemeinden kommen, deren Bürgermeister die Vereinbarung unterzeichnet haben. Gleiches gilt übrigens auch für die übrigen Unterrichtsgebühren. Ausgenommen sind die erwachsenen Schüler, die nicht von den Gemeinden gefördert werden.

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Damit sei die Phase der vielen unterschiedlichen und informell zwischen Musikschule und Gemeinden getroffenen Vereinbarungen vorüber, erklärte Markdorfs Bürgermeister Georg Riedmann. Vorüber sei indes auch die Zeit, da die bei der Markdorfer Musikschule beschäftigten Musiklehrer erheblich geringere Gehaltserhöhungen bekamen als ihre Kollegen an anderen Musikschulen, zumal jenen in kommunaler Trägerschaft, betonte Reinhard Nedela.

Oberteuringens Bürgermeister Ralf Meßmer würdigte den von seinem Rat jüngst einstimmig gefassten Beschluss, sich an dem gemeindeverbandseinheitlichen Fördermodell zu beteiligen. Meßmer erinnerte indessen auch daran, dass auch in der Vergangenheit schon Geld aus der Rotach-Gemeinde geflossen sei. Was nun aus dem Haushalt übernommen werde, hätten bislang die Oberteuringer Eltern tragen müssen. Gerhard Eberl lobte die Transparenz des neuen Modells – insbesondere dessen Verteilungsgerechtigkeit.