Die evangelische Kirchengemeinde feiert am morgigen Sonntag ein Jahrzehnt „Emas plus“. „Eigentlich hat es sich ja schon im vergangenen Herbst zum zehnten Mal gejährt, dass wir das Zertifikat empfangen haben“, erklärte Pfarrerin Kristina Wagner beim Pressetermin, „vor Weihnachten hätten wir den Termin aber schlecht unter bekommen“. So gibt es den Gottesdienst mit anschließender Gesprächs- und Informationsrunde mit ein paar Wochen Verspätung. Am Anliegen der Kirchengemeinde ändert das aber nicht. Denn am Ziel, sowohl ökologisch wie auch wirtschaftlich und sozial nachhaltig zu arbeiten, wollen die Marktdorfer Protestanten auch in Zukunft festhalten

Mit dem Emas-Zertifikat dürfen sich viele Kirchengemeinden schmücken

Ein nachhaltiges Umweltmanagement und ethisches Wirtschaften gehören zu den Leitlinien, die sich mit dem „Eco-Management and Audit Sheme“, kurz "Emas plus", verbinden – und die von der Europäischen Union für Unternehmen wie für öffentliche Einrichtungen entwickelt worden sind. „Wir waren die ersten – und das europaweit“, erklärte Roswitha Heidbreder, Nachhaltigkeitsbeauftragte in der evangelischen Gemeinde, außerdem die Leiterin der Markdorfer „Lokalen Agenda 21“, die sich gleichfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit befasst. Mit dem Emas-Zertifikat dürfen sich heute viele Kirchengemeinden schmücken. Mit ihrer Emas-plus-Plakette steht die Markdorfer Kirchengemeinde immer noch europaweit alleine da, so der Stand bei der letzten Zertifizierung 2016.

Arbeit der Menschen im Nachhaltigkeitsteam wird gewürdigt

Überbringer des Zertifikats mit dem „grünen Gockel“ darauf war damals André Witthöft-Mühlmann, der Umweltbeauftragte der badischen Landeskirche. Er wird morgen in dieser Funktion ein Grußwort sprechen. Und Roswitha Heidbreder blickt auf die Anfänge zurück. Auf den Auftakt an Christi-Himmelfahrt 2005, als die Kirchengemeinde den Beschluss zum ökologisch sinnvollen Handeln gefasst hat und fortan auf die Nutzung von Kopier-Papier, Toner oder Reinigungsmitteln achtete ebenso wie auf ihren Energieverbrauch. Sie wird die Arbeit der Menschen im Nachhaltigkeitsteam der Gemeinde würdigen und die Beteiligten nennen. Schließlich wird sie schildern, was das „plus“ in Emas plus bedeutet, auch dessen Vorbildfunktion für die Öffentlichkeit.

Film dokumentiert die Arbeit des Nachhaltigkeitsteams

Nach dem Gottesdienst lädt die Gemeinde zum Gespräch ein. Sie zeigt einen Film zur Arbeit des Nachhaltigkeitsteams und veranstaltet eine „Mitnehmbörse“. Und Magdalena Ulmer präsentiert „Beete für alle“ ein vom Bundesumweltminitsterium gefördertes mobiles Pflanzprojekt, mit dem die Gemeinde im Februar starten will. Der Gottesdienst beginnt um zehn Uhr.

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