Beim Europäischen Wettbewerb haben sich insgesamt 85 626 Schüler aus 1296 Schulen mit dem Schwerpunkt „Denk mal – worauf baut Europa? Europäisches Kulturerbejahr 2018" auseinandergesetzt. Aus dem Bodenseekreis waren es 669 Schüler aus fünf Schulen, darunter der Schulverbund Markdorf mit 338 Teilnehmern, der mit 51 Preisen, einem Bundespreis und dem Preis der Bundeskanzlerin seine bisherige Erfolgsserie toppte.

„Zum zweifelhaften Kuss der Politiker hat mich die Berliner Mauer angeregt.“Jamina Dett, Schülerin, Klasse 10 c
„Zum zweifelhaften Kuss der Politiker hat mich die Berliner Mauer angeregt.“Jamina Dett, Schülerin, Klasse 10 c | Bild: Weilbacher, Eduard

Bei der Preisverleihung in der Sparkasse Markdorf freute sich Ute Bruckner-Merk als Vertreterin des Gastgebers über die ausgestellten Exponate und gratulierte den Schülern und Lehrern zu ihrem grandiosen Erfolg von 51 preisgekrönten Arbeiten, die auch in den nächsten Wochen die Wände der Sparkasse schmücken werden.

Fantasie der jungen Künstler

Die Themenauswahl hatte die Fantasie der jungen Künstler gereizt. Schüler der Klasse fünf bis sieben fühlten sich von „Abenteuer in Schlössern, Burgen und Gotteshäusern“ oder dem Wunsch nach einem Fußballverein angeregt. Andere erfanden Denkmäler, die sie als Skulptur oder Bild umsetzten. Das Thema „Vergiss mein nicht“ ließ Bauwerke und Industriebauten wie den Eiffelturm oder Tschernobyl in einem besonderen Licht erscheinen und wurde von der Jury mit höchsten Preisen bewertet.

„Die Industrieruine von der Nuklearkatastrophe Tschernobyl habe ich mit Bleistift gezeichnet, um die düstere Atmosphäre zu unterstreichen. Später möchte ich einmal Grafik-Design studieren.“Theresa Miez, Schülerin, Klasse 10c
„Die Industrieruine von der Nuklearkatastrophe Tschernobyl habe ich mit Bleistift gezeichnet, um die düstere Atmosphäre zu unterstreichen. Später möchte ich einmal Grafik-Design studieren.“Theresa Miez, Schülerin, Klasse 10c | Bild: Weilbacher, Eduard

Vor der Überreichung der Urkunden und Preise dankte Schulleiterin Veronika Elflein den Schülern und Lehrern für ihre hervorragende Leistung. Als federführender Lehrer für den Europäischen Wettbewerb an der Schule dankte Günther Nitsche den Kunsterzieherinnen Susanne Elsner-Dörr, Silvia Werner, Diana Scherer, Carmen Dollmann, Eva Leibinger und Rainer Mölch, dass sie ihre Klassen in so hoher Zahl für den Wettbewerb motivieren konnten.

"Auf einer Holzsäule sitzt ein kluger Mann, dem alle nachstreben wollen. Manche erreichen ihr Ziel, einzelne stürzen ab. Wir haben die Figuren aus Draht geformt und mit Gips überzogen, um ein Denkmal zu gestalten."Liljana Kerhac, Schülerin, 6a
"Auf einer Holzsäule sitzt ein kluger Mann, dem alle nachstreben wollen. Manche erreichen ihr Ziel, einzelne stürzen ab. Wir haben die Figuren aus Draht geformt und mit Gips überzogen, um ein Denkmal zu gestalten."Liljana Kerhac, Schülerin, 6a | Bild: Weilbacher, Eduard

Nach über 25 Jahren sehr erfolgreicher Wettbewerbsteilnahme gehe er am Ende des Schuljahrs in den Ruhestand und hoffe auf ein weiteres Engagement seiner Kollegen für den Europäischen Wettbewerb. 40 Regionalpreise, neun Landespreise, zwei Bundespreis-Nominierungen, ein Bundespreis und Preis der Bundeskanzlerin wecken nun Lust auf den nächsten Europäischen Wettbewerb.