Viele Bürger sowie Vertreter der Stadtverwaltung, Parteien, Vereinen, Schulen, Kindergärten und Wegbegleiter ließen es sich nicht nehmen, an der großen offiziellen Abschiedsfeier von Hubert Roth am Samstagabend in der Mehrzweckhalle Leimbach teilzunehmen. Die Verabschiedung wurde sehr emotional und es war schnell festzustellen, welch Wertschätzung sich der ehemalige Ortsvorsteher von Riedheim in seiner 30-jährigen kommunalpolitischen Tätigkeit – 12 Jahre davon als Ortsvorsteher – erarbeitet hat.

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Er sei in sehr große Fußstapfen seiner Vorgänger Rolf Weiß und Anton Eichenhofer getreten, hob Bürgermeister Georg Riedmann hervor. Er habe diese aber sehr gut ausgefüllt und nun selbst Fußstapfen für seinen Nachfolger Bernd Brielmayer hinterlassen. „Als Ortsvorsteher und im Gemeinderat warst du stets fleißig und zielstrebig, aber ruhig und konzentrierend an den Aufgaben arbeitend“, zählte der Bürgermeister einige Charaktereigenschaften von Hubert Roth auf, die seine Nachredner alle bestätigen konnten.

Bürgermeister Georg Riedmann (Mitte) überreicht Hubert Roth einen Markdorf-Gutschein, rechts Maria Roth.
Bürgermeister Georg Riedmann (Mitte) überreicht Hubert Roth einen Markdorf-Gutschein, rechts Maria Roth. | Bild: Lang, Andreas

„Ein Grund, dass es bei unseren örtlichen Vereinen immer so gut funktioniert hat, warst ganz sicher Du, lieber Hubert. Du warst Brückenbauer zwischen den Vereinen, Moderator oder Mentor und hattest immer für uns ein offenes Ohr“, bedankte sich Thomas Wagner, Hugeloh-Vorsitzender, stellvertretend für die Riedheimer Vereine und die Feuerwehr.

Thomas Wagner, Vorsitzender der Hugelohs, bedankte sich im Namen der Vereine.
Thomas Wagner, Vorsitzender der Hugelohs, bedankte sich im Namen der Vereine. | Bild: Lang, Andreas

Mit launigen Worten überreichte Silke Wietmann, Vorsitzende des Frauenchors „Ton in Ton“, im Namen der Vereine und der Feuerwehr, an Hubert Roth und seine Frau Maria VIP-Karten für die Bregenzer Festspiele.

Die Vereinsvertreter sagen Dankeschön und schenkten dem Ehepaar Roth einen Abend bei den Bregenzer Festspielen.
Die Vereinsvertreter sagen Dankeschön und schenkten dem Ehepaar Roth einen Abend bei den Bregenzer Festspielen. | Bild: Lang, Andreas

Zuvor gab es ein musikalisches Geschenk durch den Bodensee-Medley-Chor, dem Kirchenchor Bergheim-Hepbach, Ton in Ton sowie der Musikkapelle Riedheim, die gesanglich durch die Vereinsvertreter unterstützt wurden. So wurde zur Melodie des Liedes „Butterfly“ der Text auf Hubert Roth umgemünzt zu „Hubert Roth auf Wiedersehen, die Zeit mit Dir war wunderschön“.

Die Chöre aus dem Ortsteil Riedheim – Medleychor, Kirchenchor Bergheim-Hepbach und „Ton in Ton“ – sangen ein Lied zum Abschied.
Die Chöre aus dem Ortsteil Riedheim – Medleychor, Kirchenchor Bergheim-Hepbach und „Ton in Ton“ – sangen ein Lied zum Abschied. | Bild: Lang, Andreas

„Kommunalpolitik ist nicht immer ein dankbares Geschäft. Sie waren immer mit den Menschen verbunden und sind trotz allem bodenständig geblieben“, lobte der katholische Pfarrer Ulrich Hund. Die evangelische Pfarrerin Kristina Wagner hob die sehr enge Verbundenheit von Roth zu seiner Gemeinde hervor, was nicht immer leicht sei, sowie viel Wissen und Mut erfordere.

Kristina Wagner, evangelische Pfarrerin und Ulrich Hund, katholischer Pfarrer, sprachen ebenfalls ein paar Worte.
Kristina Wagner, evangelische Pfarrerin und Ulrich Hund, katholischer Pfarrer, sprachen ebenfalls ein paar Worte. | Bild: Lang, Andreas

Die Vertreterinnen der Grundschule Leimbach und des Fördervereins überbrachten Roth eine Kräuterpalette – bunt verziert mit Kinderhänden darauf. „Sie waren bei jeder unserer Veranstaltungen und haben Spuren bei uns hinterlassen. Auch wir wollen mit unserem Geschenk bei Ihnen Spuren hinterlassen“, erklärte die kommissarische Schulleiterin Franziska Weißenbühler-Schlee.

Das Leitungsteam der Grundschule Leimbach Veronika Boll (links) sowie Franziska Weißenbühler-Schlee (rechts) und Lehrerinnen bedanken sich bei Hubert Roth für die gute Zusammenarbeit.
Das Leitungsteam der Grundschule Leimbach Veronika Boll (links) sowie Franziska Weißenbühler-Schlee (rechts) und Lehrerinnen bedanken sich bei Hubert Roth für die gute Zusammenarbeit. | Bild: Lang, Andreas

Bernd Brielmayer bedankte sich zum Abschluss im Namen des Ortschaftrates für die vorbildliche Zusammenarbeit und das große Engagement vom Hubert Roth und übergab ihm als Geschenk einen Gutschein für einen böhmischen Abend auf einem Bodenseeschiff. „Du warst, bist und bleibst uns stets ein Vorbild“, dankte Brielmayer.

Hubert Roth (rechts) mit seinem Nachfolger Bernd Brielmayer.
Hubert Roth (rechts) mit seinem Nachfolger Bernd Brielmayer. | Bild: Lang, Andreas

„Ich bin sprachlos, gerührt und aufgewühlt. Ich war auf solch eine große Wertschätzung für meine Person innerlich nicht vorbereitet“, gestand Roth. Er habe niemals gedacht, eines Tages Ortsvorsteher zu werden. Sein Vor-vor-Gänger Rolf Weiß habe nicht locker gelassen, er habe 1979 und 1984 einen Korb von ihm kassiert, als er ihn als Ortschaftsrats-Kandidat gewinnen wollte. Im Jahr 1989 habe es Weiß dann doch geschafft.

Hubert Roth bedankt sich für die Geschenke und die Wertschätzung.
Hubert Roth bedankt sich für die Geschenke und die Wertschätzung. | Bild: Lang, Andreas

„Da muss ich eine schwache Minute gehabt haben“, so Roth. Er habe nach dem Ausscheiden von Rolf Weiß dessen Platz einnehmen sollen. „Ich war erleichtert, dass ich Anton Eichenhofer überzeugen konnte, dass er das Amt des Ortsvorstehers übernehmen soll“, erinnert sich Roth. Er habe von jeher lieber im Hintergrund gearbeitet und nie im Mittelpunkt oder an vorderster Stelle stehen wollen, ergänzte Hubert Roth.

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Als Eichenhofer nach einer dreijähriger Amtszeit verstarb, gab es dann keine Ausrede mehr. Er sei erleichtert gewesen, dass er bei den nächsten Wahlen als Stimmenkönig in Riedheim hervorging und somit nicht nur vom Ortschaftsrat das Vertrauen gehabt hatte, sondern von diesem Zeitpunkt auch von den Bürgern. „Ich bedanke mich bei euch allen, dass ihr mich so lange ertragen habt und sage nun leise Servus“. Die Besucher zeigten noch einmal ihre Wertschätzung für die Person Hubert Roth und seine geleistete Arbeit mit einem langen Applaus.

Die Musikanten des Musikvereins Riedheim waren nicht zu beneiden, sie mussten den Sauna-Temperaturen in der Mehrzweckhalle standhalten und hielten wie die Besucher tapfer bis zum Ende durch.
Die Musikanten des Musikvereins Riedheim waren nicht zu beneiden, sie mussten den Sauna-Temperaturen in der Mehrzweckhalle standhalten und hielten wie die Besucher tapfer bis zum Ende durch. | Bild: Lang, Andreas

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