Kinder sitzen in einem Karussell und strahlen vor Freude, während sie ihre Runden drehen. Gleichzeitig weht der Duft von gebrannten Mandeln durch die Markdorfer Straßen. Man trifft Freunde, isst eine Bratwurst, kauft ein Glückslos. Es ist Elisabethenmarkt-Wochenende im Städtle.

Marktwochenende mit 500-jähriger Tradition

Der Markt hat eine lange Tradition in der Gehrenbergstadt und lässt sich urkundlich bis in das 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Mittlerweile ist aus dieser 500-jährigen Tradition ein langes Marktwochenende geworden, das von kommenden Freitag, 8. bis Dienstag, 12. November, Attraktionen für seine Besucher bereithält: darunter der Vergnügungspark, verkaufsoffener Sonntag und Krämermarkt.

Auch der „Bayern-Lift“, eine Art Rundkarussell, das der ganzen Familie Spaß bereiten soll, steht wieder auf dem Marktplatz.
Auch der „Bayern-Lift“, eine Art Rundkarussell, das der ganzen Familie Spaß bereiten soll, steht wieder auf dem Marktplatz. | Bild: Stadt Markdorf

Der Vergnügungspark

Der Vergnügungspark auf dem Marktplatz bietet eine Vielfalt an Attraktionen. Doch wer in diesem Jahr ein neues Fahrgeschäft erwartet, der wird enttäuscht. „Wir haben ein, zwei Geschäfte vom vergangenen Jahr nicht mehr im Angebot, aber es gibt auch keine neue Sensation“, sagt Marlene Friedel vom städtischen Ordnungsamt. Dafür sei der „Tornado“ wieder auf dem Marktplatz zu finden und besondern die kleinen Gäste werden auf ihre Kosten kommen. Insgesamt stehen drei Kinderkarussells zur Verfügung.

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Dazu Marlene Friedel: „Die unterscheiden sich in Form und Größe, aber da müssen wir schauen, wie wir das Angebot in der Zukunft verbessern können“. Das sei nicht einfach, schließlich sei auf dem Marktplatz nur beschränkt Platz und die Bewerbungen von Schaustellern für den Vergnügungspark lassen nach, so Friedel.

Der Vergnügungspark wird am Freitag um 15 Uhr von Bürgermeister Georg Riedmann mit den Schaustellern der Fahrgeschäfte eröffnet. Am Dienstag, 12. November, findet dann der „Familientag“ mit ermäßigten Fahrpreisen statt.

Verkaufsoffener Sonntag

Der verkaufsoffene Sonntag, der am 10. November stattfindet, wird von der Aktionsgemeinschaft bereits seit 1976 veranstaltet. Die Besucher dürften sich auf ausgesuchte Sortimente, hohe Qualität und einen besonderen Service freuen.

Die Markdorfer Einzelhändler möchten mit einer Service-Offensive punkten und zeigen, dass fachkundige Beratung großgeschrieben wird. „Wir haben wieder viele Aktionen auf die Beine gestellt und die Kunden können sich über Rabatte und Aktionen freuen“, so Silke Sulger, Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft. Die Geschäfte werden von 12 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Das sonnige und milde Herbstwetter lockte im vergangenen Jahr viele Besucher zum verkaufsoffenen Sonntag in die Stadt.
Das sonnige und milde Herbstwetter lockte im vergangenen Jahr viele Besucher zum verkaufsoffenen Sonntag in die Stadt. | Bild: Heß, Jan Manuel

Für die Einzelhändler ist der verkaufsoffene Sonntag ein wichtiger und umsatzstarker Verkaufstag. „Dieser Sonntag läuft für uns immer sehr erfolgreich“, sagt Nico Schneider von Herrenausstatter Wolfram S im Einkaufszentrum Proma. Auch Katrin Raither von Intersport Raither bestätigt: „Das Geschäft ist an so einem Tag immer voll. Die Kunden sind da, man sieht viele bekannte Gesichter. Das freut uns.“

Krämermarkt

Zum Krämermarkt werden am Montag, 11. November, rund 70 Händler in der Innnenstadt erwartet.
Zum Krämermarkt werden am Montag, 11. November, rund 70 Händler in der Innnenstadt erwartet. | Bild: Heuser, Christoph

Der traditionelle Krämermarkt wird am Montag, 11. November, rund 70 angekündigte Händler auf den Plan rufen. Dadurch verwandelt sich die Markdorfer Innenstadt in einen wahren Handelsplatz. Die Stände ziehen sich in der Stadtgrabenstraße von der Bundesstraße 33 bis zum staatlichen Schulamt. Weitere Händler werden hinter dem Restaurant „Schwanenstüble“, am Untertor, in der Markstraße und am Rathausplatz stehen.

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Die Zahl der Händler nimmt zwar im Vergleich zu den Vorjahren ab, dies erklärt Lea Strobel, die beim Ordnungsamt für die Krämermärkte zuständig ist, allerdings wie folgt: „Es sind unter anderem weniger Händler, weil in der Marktstraße Plätze wegfallen. Da müssen wir eine Rettungsgasse wahren“.

Den Besuchern dürfte auffallen, dass es mehr Essensstände geben wird. „Das wurde so gewünscht. Essensstände sind attraktiv, das mögen die Leute“, sagt Lea Strobel, die bei der Auswahl der Standbetreiber Wert auf Ausgewogenheit, aber auch auf neue Angebote, legt. Die Schnäppchenjäger und Krimskrams-Freunde werden weiterhin ihre Freude haben.

Das Wochenende

  • Das Elisabethenmarkt-Wochenende findet von Freitag, 8. November bis Dienstag, 12. November statt.
  • Der Marktplatz ist ab dem heutigen Dienstag bis Mittwoch nach dem Markt gesperrt. In den Straßen des Marktgeschehens ist Anwohnern, Geschäftsinhabern und Lieferanten keine Anfahrt möglich. Am Montag ist außer den Straßen im Marktgebiet auch die Hauptstraße ab der Post gesperrt. Als Umleitung wird für diesen Tag empfohlen: B 33 – Ittendorfer Straße – Kreuzgasse – Jahnstraße – Bussenstraße – Spitalstraße – Gehrenbergstraße und umgekehrt.
  • Schulbusse werden die Grundschule und die Pestalozzischule am Montag nicht anfahren. Die Busunternehmen halten aber an den Haltestellen Rathaus und Reisebüro in der Ravensburger Straße.
  • Der Vergnügungspark ist geöffnet am Freitag, 15 bis 22 Uhr; Samstag, 11 bis 22 Uhr; Sonntag, 12 bis 20 Uhr; Montag, 11 bis 20 Uhr und Dienstag, 11 bis 19 Uhr.