Morgens um sieben waren schon die ersten Trecker da. Doch geht es nicht etwa vom Feuerwehrhaus aufs Feld. Geerntet wird heute in der Stadt. Wie in jedem Jahr sammelt die Funken-Mannschaft am Samstag nach Dreikönig die von ihrem Schmuck befreiten Weihnachtsbäume ein. Gleich ob Kiefer, Fichte oder Nordmanntanne, alles kommt auf einen großen Haufen an der Panzerwiese oberhalb der Stadt. Denn dort soll am Sonntag nach der Fastnet der „Funken“ brennen.

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Ein riesiger Scheiterhaufen, an dessen Krone eine Hexen-Puppe symbolisch für den Winter steht. Und während die Flammen züngeln, treiben die Mitglieder der Funken-Mannschaft Holzscheiben ins Feuer, derweil sie in Versen auf die närrische Zeit zurückblicken.

Bild: Jörg Büsche

Vor dem Christbaum-Sammeln steht aber stets eine erste Stärkung. Frische Brezel, verteilt von Funkenmeister Hannes Schmidschneider.

Bild: Jörg Büsche

Noel, 7, und Timm, 12, sind heute die jüngsten Helfer. Alle anderen zählen schon zu den „alten Hasen“ im Christbaum-Sammel-Geschäft.

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Dass es in der Nacht geschneit hat führt zum einen dazu, dass die schon am Vortag herausgelegten Bäume deutlich schwerer sind – und zum anderen wird die Alt-Baum-Ernte kleiner. Da sich manch einer schlecht von seinem Weihnachtsbaum trennen mag, wenn draußen endlich winterlich aussieht.

Bild: Jörg Büsche

„Christ – Bäume!!“ Ein Ruf der durch die gesamte Stadt hallt. Nicht nur wie hier aus der Kehle von Robin Schöppe, sonder aus den Kehlen von 18 Funken-Männern. Die drei Fahrer abgerechnet. In ihren Trecker-Kabinen wären sie nicht zu hören.

Bild: Jörg Büsche

Hier zählt nicht der gute Wuchs. Nachgeschaut wird, ob sich irgendwo zwischen den Zweigen doch noch der fürs Abholen geforderte Obolus versteckt hat. Den Stamm einmal auf den Boden gestampft, wirft es sich hernach auch leichter auf den Traktor-Anhänger. Was allerdings nicht alle so handhaben. Benjamin Spire schleudert den Baum auch mit Schneelast.

Bild: Jörg Büsche

Und da ist es das Beutelchen mit dem Kleingeld, freut sich Leon Marchoud.

Bild: Jörg Büsche

Manche mögen‘s lieber direkt übergeben – so wie Christian Wolf.

Bild: Jörg Büsche


Die Arbeit ist sehr sinnvoll aufgeteilt. Zwar schreien alle „Christbäume“ und achten auch darauf, wo sich ein eingeschneites Exemplar versteckt haben könnte. Doch die einen schleppen nur unten

Bild: Jörg Büsche

während die anderen oben annehmen beziehungsweise die ausladenden Bäume recht unsanft zusammenstauchen.

Bild: Jörg Büsche

In jedem Falle gilt es die alten Christbäume möglichst platzsparend aufzuladen, damit möglichst viele auf den Hänger passen.

Video: Jörg Büsche

Kommt doch beständig neuer Nachschub. Das, weil es noch so früh am Tag ist, noch mit sehr viel Schwung.

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Ab und zu lädt jemand zum wärmenden Schnaps ein. Doch ist das die gerne angenommene Ausnahme.

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Frisch aufgewärmt lässt sich‘s dann auch immer besser schneien.

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Richtig Schnee hat es dann droben auf der Panzerwiese, wo die einen rodeln, während Peter Litz-Kessler die Vorbereitungen zum Christbaum-Abkippen trifft.

Bild: Jörg Büsche


Ein letzter Handgriff und die ganze grüne Pracht ergießt sich auf den Schnee.

Video: Jörg Büsche

Nach dem Mittagessen wird eine weitere Ladung fällig, die jetzt schon einmal in der Nähe des Obertors wartet. Derweil Stefan Freyas – schon herausgeputzt für den Neujahrsempfang – Würste für die Funken-Mannschaft erhitzt.

Bild: Jörg Büsche

Zu tun gib‘s immer noch was. Zum Beispiel zählen, wie viel Geld der Sammel-Vormittag gebracht hat.

Bild: Jörg Büsche

Nach der Stärkung im Obertor geht es dann aber wieder weiter. Vor dem späten Nachmittag werden längst nicht alles Straße abgefahren sein.

Bild: Jörg Büsche