Markdorf – Eineinhalb Stunden ging am Freitagmittag auf der B 33 zwischen Markdorf und Leimbach gar nichts mehr: Eine stehende Blechkolonne bis zurück in die Innenstadt und Feuerwehrfahrzeuge, die sich auf der Gegenspur mit Blaulicht und Martinshorn zum Unfallort in Leimbach vorkämpfen mussten.

Mehr als 20 000 Euro Schaden

Der kilometerlange Stau und ein Schaden von mehr als 20 000 Euro sind die Bilanz des Unfalls, der sich laut Polizei gegen 12.20 Uhr ereignet hatte und bei dem ein Sattelschlepper in der Leimbacher Ortsdurchfahrt in Fahrtrichtung Ravensburg zunächst auf die Gegenspur geraten und dann gegen einen Baum und einen Laternenmast geprallt war. Dem 56-jährigen Fahrer war es danach noch gelungen, seinen Sattelzug wieder zurück auf die Fahrbahn zu lenken, wobei er noch eine Verkehrsinsel überfuhr. Weitere 200 Meter weiter brachte er seinen Lkw dann zum Stehen. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Einsatzkräfte der Frewilligen Feuerwehr Markdorf binden beim beschädigten Sattelzug ausgelaufenen Dieselkraftstoff, Öl und Kühlflüssigkeit.
Einsatzkräfte der Frewilligen Feuerwehr Markdorf binden beim beschädigten Sattelzug ausgelaufenen Dieselkraftstoff, Öl und Kühlflüssigkeit. | Bild: Toni Ganter

30 Feuerwehrkräfte vor Ort

Durch die Freiwillige Feuerwehr Markdorf, die mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften vor Ort war, wurden der auf der Straße liegende Baum sowie ausgelaufene Betriebsstoffe beseitigt. Vertreter des Landratsamtes prüften weitere Maßnahmen vor Ort. Während der Einsatzmaßnahmen musste die Bundesstraße für etwa 30 Minuten ganz, ab 13.30 Uhr halbseitig gesperrt werden. Gegen 14 Uhr war die Unfallstelle geräumt und die B 33 wieder in beide Richtungen befahrbar, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Am Ortseingang von Markdorf-Leimbach hat die Freiwillige Feuerwehr auf der B33 die Unfallstelle geräumt. Sie war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz.
Am Ortseingang von Markdorf-Leimbach hat die Freiwillige Feuerwehr auf der B33 die Unfallstelle geräumt. Sie war mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. | Bild: Toni Ganter

Feuerwehr um 12.30 Uhr alarmiert

„Wir sind um kurz vor 12.30 Uhr alarmiert worden und mit sechs Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften ausgerückt“, berichtete Daniel Kneule, Gesamtkommandant der Markdorfer Feuerwehr, gegenüber dem SÜDKURIER. „Die Unfallstelle musste geräumt werden, außerdem war ausgelaufener Dieselkraftstoff, Öl und Kühlflüssigkeit zu beseitigen. Der Einsatz war nach etwas mehr als zwei Stunden beendet.“

Ein Warnschild an der B33 beim Ortsausgang Leimbach in Fahrtrichtung Markdorf weist auf mögliche Reste einer Ölspur hin. Davor Reste der Lastwagen-Frontverkleidung nebst Scheinwerfergehäuse.
Ein Warnschild an der B33 beim Ortsausgang Leimbach in Fahrtrichtung Markdorf weist auf mögliche Reste einer Ölspur hin. Davor Reste der Lastwagen-Frontverkleidung nebst Scheinwerfergehäuse. | Bild: Toni Ganter

Auf der B 33 hatte sich bereits wenige Minuten nach dem Unfall ein langer Stau gebildet, der sich seit der frühen Mittagszeit über rund eineinhalb Stunden bis zurück in die Kernstadt zog. Die Fahrzeuge der Einsatzkräfte hatten teils erhebliche Schwierigkeiten, an der Kolonne vorbei bis zum Unfallort im Dorf zu gelangen. Neben der Feuerwehr waren auch das DRK und die Polizei vor Ort im Einsatz. Eine Umfahrung war nur weiträumig möglich, entlang der Bundesstraße gab es kein Durchkommen mehr.

Die Reste des umgefahrenen Baumes und eines Leitpfostens.
Die Reste des umgefahrenen Baumes und eines Leitpfostens. | Bild: Toni Ganter

B 33 bis 13.30 Uhr in beide Richtungen gesperrt

Wegen der Unfallaufnahme blieb die Bundesstraße 33 bei Markdorf-Leimbach bis gegen 13.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Dann wurde der Verkehr abwechselnd an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Kurz nach 14 Uhr war die Unfallstelle geräumt, die Bundesstraße 33 wurde für den Verkehr freigegeben, der Stau löste sich 20 Minuten später wieder wieder auf.

Die Autos stauten sich bis zurück nach Markdorf. Ein Einbiegen aus dem Industriegebiet Richtung Ravensburg war nicht möglich. Wer in diese Richtung wollte, musste umkehren.
Die Autos stauten sich bis zurück nach Markdorf. Ein Einbiegen aus dem Industriegebiet Richtung Ravensburg war nicht möglich. Wer in diese Richtung wollte, musste umkehren. | Bild: Helmar Grupp