Die rund 1700 Häppchen, die von Hubert Strasser, Küche Spitalfonds Markdorf, und seinen fünf Helfern für den Stehempfang vorbereitet werden, sind ruckzuck weg. Wie Strasser erzählt, stecken mehr als elf Stunden Arbeit im Büfett. Am Freitag dauern die ersten Vorbereitungen inklusive Einkäufen vier Stunden. Am Samstag werden ab 7 Uhr beispielsweise sechs Kilogramm Räucherlachs, drei Kilogramm Makrelenfilet, fünf Kilogramm gekochter Schinken, fünf Kilogramm Schwarzwälder Schinken, acht Kilogramm Käse, eine Kiste Salat sowie diverseste Garnituren wie Cocktailtomaten, Trauben, Kiwi, Essiggurken... verarbeitet. "Für jedes Häppchen sind mehrere Arbeitsschritte notwendig", so Strasser. Angefangen vom Brotschneiden, mit Butter bestreichen, mit Schinken, Lachs- oder Markelenfilets, Variationen von Salamis belegen oder mit Variationen von Frischkäse bestreichen sowie schließlich mit Dekorationen versehen. Für das Zubereiten der rund 1700 Häppchen werden 14 Tische benötigt, ehe die kulinarischen Leckereien auf Spiegeln arrangiert und in der Stadthalle auf mehrere Büfett-Inseln verteilt werden. Mehr als elf Stunden Arbeit sind in wenigen Minuten verschnabuliert.

Markdorfer Rot- und Weißwein ist eingeschenkt und wird gleich während des Stehempfangs in der Stadthalle gereicht. Im Bild ein Teil des Bewirtungsteams der Trachtengruppe Markdorf (von links): Stefan Freyas, Helga Stark, Gabi Muchalla, Emma Rid, Gabi Alber, Helga Rothweiler. <em>Bild: Toni Ganter</em>
Markdorfer Rot- und Weißwein ist eingeschenkt und wird gleich während des Stehempfangs in der Stadthalle gereicht. Im Bild ein Teil des Bewirtungsteams der Trachtengruppe Markdorf (von links): Stefan Freyas, Helga Stark, Gabi Muchalla, Emma Rid, Gabi Alber, Helga Rothweiler. Bild: Toni Ganter

Traumhafte Zahlen

Traditionell hat eine Delegation aus der Partnerstadt Ensisheim am Neujahrsempfang teilgenommen. Brigitte Kühlburger, Städtepartnerschaftsbeauftragte, überbringt die Grüße von Bürgermeister Michel Habig und gibt einen kurzen Abriss über verwirklichte sowie bevorstehende Projekte. Was in der rund 7500-Einwohner-Kommune gestemmt wird, lässt so manchen Zuhörer aufhorchen und staunen: 2017 wird eine von zwei Grundschulen komplett renoviert und vergrößert. "Die Bauarbeiten haben neun Monate gedauert und mehr als 3,7 Millionen Euro gekostet", berichtet Kühlburger, die am Samstag zum 15. Mal am Markdorfer Neujahrsempfang teilnimmt. Das Industriegebiet "La Paserelle 2" ist voll belegt, dadurch gibt es 110 zusätzliche Arbeitsplätze. 2018 geht es beeindruckend weiter: Eine Bibliothek/Mediathek soll ab Sommer im Stadtzentrum zu geschätzten Kosten von 3,4 Millionen Euro entstehen. Vier Unternehmen werden angesiedelt – rund 230 neue Arbeitsplätze. Ausblick auf 2019: Ein neues Quartier mit 500 Wohneinheiten wird am Rande der Stadt am Ufer eines Baggersees entstehen. Es wird mit einem Zuwachs von 1200 bis 1500 Einwohnern gerechnet, die 9000-Einwohner-Marke soll erreicht/überschritten werden. Außerdem entsteht ein neuer Gewerbepark mit rund 100 Hektar. "Ein Traum", kommentiert ein Zuhörer vor sich hin. Ja, man kann schon neidisch werden, angesichts solch traumhafter Zahlen.

Markdorfer Roter gefragter als der Weißwein

Mitglieder der Trachtengruppe Markdorf haben traditionell den Stehempfang unterstützt. Dieses Mal dabei: Marlies Rid, Gabi Alber, Helga Rothweiler, Stefan Freyas, Helga Wagner, Bernd Gutemann, Hannelore Stark, Helga Stark, Resi Ill, Emma Rid, Tobias Andiel, Rosmarie Rehm, Andreas Beck. Bis etwa 16.30 Uhr werden die Besucher beispielsweise mit Markdorfer Rot- und Weißwein, Kaffee, süßen Stückchen und vielem mehr versorgt. Wie Marlies Rid berichtet, sind während des Stehempfangs bis gegen 16 Uhr 78 Flaschen Rot- sowie 66 Flaschen Weißwein ausgeschenkt worden.