Auf dem ehemaligen Algemarin-Gelände in Ittendorf sollen vier Dreifamilienhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten gebaut werden. Darüber hinaus ist im östlichen Bereich ein Gewerbegebiet geplant. Der Bebauungsplan „Azenberg (Meersburger Straße)“ war Thema in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Ittendorf am Montagabend – rund zwei Jahre, nachdem das Gremium zuletzt über die Pläne für das Areal gesprochen hatte.

Die Vorgeschichte

Nach verschiedenen Eigentümerwechseln lag den Räten nun ein in großen Teilen mit Fachplanern und Behörden abgestimmtes Konzept vor. Einstimmig ließ der Ortschaftsrat den Vorentwurf passieren – unter der Voraussetzung, dass die in der Sitzung geäußerten Anregungen eingearbeitet werden.

Kindergarten soll öffentlich zugänglich gestaltet werden

Ein zentrales Anliegen ist es den Räten, dass der geplante Kinderspielplatz, der auf dem Gelände des Gewerbegebiets entstehen soll, für die Bewohner der Wohnanlage öffentlich zugänglich gestaltet wird. Es gelte außerdem zu prüfen, ob an der verbreiterten Azenbergstraße ein Fußweg integriert werden kann. Und ein stärkerer Rückbau des Obergeschosses beim geplanten Gebäude im Norden, das an den Bestand angrenzt, ist den Räten ebenfalls wichtig, um die Nachbarn zu schützen.

Räte begrüßen baldige Umsetzung

Ortsvorsteher Bernhard Grafmüller von der Umweltgruppe betonte: „Es handelt sich um ein großes Bauvorhaben für Ittendorf und wir sind froh, wenn die Planung bis Ende des Jahres abgeschlossen ist, und dann bald mit dem Bau begonnen wird.“ Simon Pfluger (CDU) ergänzte: „Ich finde gut, dass es vorangeht und ich kann zustimmen, wenn unsere Anregungen aufgenommen werden und eine baldige Umsetzung erfolgt.“

Mit der Entwicklung des einstigen Algemarin-Areals ging es lange Zeit nicht wirklich weiter. Eingereichte Pläne wurden geändert und mussten überarbeitet werden.
Mit der Entwicklung des einstigen Algemarin-Areals ging es lange Zeit nicht wirklich weiter. Eingereichte Pläne wurden geändert und mussten überarbeitet werden. | Bild: Archivbild Toni Ganter

Planungen sollen bis Jahresende abgeschlossen sein

Am 21. Januar soll sich der Gemeinderat damit befassen. Im März oder April könnten Abwägung und Plananpassung erfolgen, hieß es. Noch vor der Sommerpause sollten Ortschaftsrat und Gemeinderat die Offenlage beschließen, sodass im Herbst der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgen könnte, lautete der Tenor.

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Im Westen Wohnbau, im Osten Gewerbe

Den aktuellen Planungsstand erläuterte Stadtplaner Wolfgang Dopfer vom Büro FSP: Im westlichen Bereich des Gebiets sollen vier Dreifamilienhäuser sowie ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten entstehen. Der östliche Bereich soll als eingeschränktes, mit einer Wohnnutzung verträgliches Gewerbegebiet ausgewiesen werden, so Dopfer.

Büroräume und Kinderbetreuungsangebote

Die bestehenden Gebäude würden integriert und durch Gebäude mit moderner, in der Höhe dem Bestand angepasster Architektur ergänzt. Die Gebäude sollen zum einen dem Betrieb der Firma Fetscher Zelte dienen und zum anderen Büroräume, Mensa und Kinderbetreuungsangebote für einen größeren Nutzerkreis beherbergen.

Anschluss an Bundesstraße 33

Im Osten ist ein angegliederter Kinderspielplatz vorgesehen. Zum Anschluss an die Bundesstraße 33 soll eine Abbiegespur gebaut werden. Der Planung liegen unter anderem umweltrechtliche, schalltechnische und verkehrliche Voruntersuchungen zugrunde, die bereits in den aktuellen Entwurf eingearbeitet sind, erklärte Dopfer.