Da wurde getanzt, gefeiert, geschmaust und gelacht, das Dixiefest fiel trotz Regens nicht ins Wasser. Der Regenschirm blieb zwar unverzichtbares Accessoire besonders zu Beginn am Vormittag, doch das Fest mit verkaufsoffenem Sonntag der Einzelhändler und vielen Aktionen auch örtlicher Vereine zog dennoch viele Menschen in Markdorfs Innenstadt. "Man muss die Feste auch dann feiern, wenn das Wetter nicht so ideal ist", sagte Bürgermeister Georg Riedmann zur Eröffnung. Sein Tipp: Wer alle paar Meter einen Zwischenstopp einlegt und Geschäfte sowie Aktionsstände abwechselt, wird nicht so schnell nass.

Doch die Regenschirme im Stadtbild wurden zunehmend weniger, auch wenn das für einige bereits zu spät kam: Die Flohmärkte fielen mit nur einer handvoll Teilnehmern spärlich aus, laut Lucie Fieber von Markdorf Marketing haben außerdem drei Stände für das Rahmenprogramm kurzfristig abgesagt – ob das am Regen lag, konnte sie aber nicht mit Sicherheit sagen. Einige Stände hätten auf jeden Fall kurzfristig reagieren müssen, da sie eigentlich ohne Zelt arbeiten wollten. Was Fieber besonders freute: Die Oldtimerfreunde waren vollzählig und setzten ihre Schätzchen dem Regen aus. "Das ist eine besondere Wertschätzung", sagte Fieber.

Viel Wertschätzung in Form von Applaus erhielten die Friseurlehrlinge, die bei der Frisurenshow im Proma ihre Kreationen zum Thema "Frühlings-Erwachen" zeigten. Da tummelten sich Schmetterlinge und viele Blumen in den Haaren, seit dem frühen Morgen wurde dafür Strähne für Strähne in Form gebracht.

Die Musik kam bei all dem Rahmenprogramm nicht zu kurz: Vier Bands und Musiker spielten entlang der Markt- und der Hauptstraße, dazu kamen die Schüler der Musikschule Kopp im Untertor. Unter den Bands war zum Beispiel die seit Jahren beliebte Countryband "Knapp ein Jahr", die vor dem Rathaus für den ein oder anderen Line-Dance verantwortlich war. Die Band "Too Saxy" vor dem Proma quittierte das Regenwetter ironischerweise mit dem Lied "Summertime". Die Musik war es dann auch, die einige in die Stadt lockte: "Wir haben zuhause die Musik gehört, da wird man beschwingt", sagten etwa Marina Fürst und Helmut Mauch. Sie vermissten die "Swiss-German Dixie-Corporation", die ihrer Meinung nach mit dem Markdorfer Musiker Roland Wohlhüter gut ins Programm gepasst hätte.

Dixie

Dixie ist eine Abkürzung für Dixieland und ist eine Jazz-Musikrichtung, die sich vor knapp 100 Jahren in New Orleans entwickelt hat. Dabei haben weiße Musiker den New Orleans Jazz nachgeahmt, der von schwarzen Musikern geprägt war. Markdorf huldigt dieser Jazzmusik bereits zum 37. Mal.