Markdorf – Wer nächtens Orientierung sucht, der blickt zu den Sternen. Um ein Hinhören handelt es sich dagegen bei der Dixie-Company. Jenem schweizerisch-deutschen Sechstett, dass auch am kommenden Sonntag, 8. Mai, wieder beim Markdorfer Dixiefest auftritt. Dass einer der sechs Musiker, Dietmar Greiwe „aus dem überseeischen Markdorf kommt“, wie es auf der Internetseite der in Romanshorn beheimateten Dixie-Company so schön heißt, spielt fürs Zustandekommen des Kontakts eine untergeordnete Rolle. Aber zurück zu den Sternen. Genauer den Stars, ja den Jazz-Legenden, an denen sich die Band orientiert – deren Musik sie am liebsten hört. Die tragen so illustre Namen wie Louis Armstrong, Jo „King“ Oliver oder Jelly Roll Morton.

Mithin liegt die Route fest. „Wir spielen keinen Bier-Dixie“, erklärt Dietmar Greiwe. Womit er nichts gegen „Bier-Dixie“ gesagt haben wolle. Doch hätte sich die Dixie-Companie halt das Ziel gesteckt, an die durchaus anspruchsvollen Kompositionen und die keineswegs schlichten Arrangements der ersten Jahrzehnte des in New Orleans, in Dixieland, in Chicago oder anderswo in den USA gespielten Jazz anzuknüpfen. „Das ist schon eine Herausforderung“, räumt der Klarinettist, Sopran-Saxofonist und Sänger aus Markdorf ein. Weshalb die Band auch stets viel Arbeit in ihre Stücke stecke. Arbeit, die freilich allen Beteiligten sehr viel Spaß macht. Um so mehr, als der Applaus des Publikums bei den Dixie-Company-Auftritten zeigt, dass sich die Mühe gelohnt hat.

Von den zahlreichen Auftritten der schweizerisch-deutschen Band im Zürcher Weinland, rund um Kreuzlingen und Rorschach her, weiß Greiwe die Publikumsreaktionen zu unterscheiden. „Die Schweizer brauchen relativ lange, bis sie auftauen“, erklärt er, „aber dann, nach einigen Sunden, geht richtig die Post ab – und sie lassen einen gar nicht mehr von der Bühne“. Anders in Markdorf. Da sei das Publikum beim Dixiefest ziemlich direkt bei der Sache. Vorausgesetzt, die Band weiß ihre Zuhörer an der richtigen Stelle zu packen. Das allerdings sollte bei der Dixie-Company kein Problem sein. So breit ist das vorhandene Repertoire – von Chris Barber, Ken Collier oder der Dutch Swing College Band.