Markdorf – Die FDP Markdorf unterstützt die Forderung des Markdorfer VdK nach der Einrichtung eines Seniorenbeauftragten bei der Stadt. Dies teilt der Ortsverein der FDP in einer Pressemitteilung mit. Seit der letzten Kommunalwahl fordere die FDP Markdorf schon, dass sich die Gemeindepolitik der Gehrenbergstadt mehr mit der demografischen Entwicklung auseinandersetze, heißt es in dem Schreiben der FDP. So habe die FDP Markdorf einen Seniorenbeirat und eine Seniorenakademie in den vergangenen Jahren ins Gespräch gebracht. Den Eindruck der Markdorfer VdK-Vorsitzenden Regine Franz, dass Seniorenpolitik im Rathaus wenig Gehör finde, teile die FDP. Dass das Mehrgenerationshaus diese Aufgabe übernehmen solle, halte man ebenfalls für falsch. Das Mehrgenerationshaus sei ein "Verein mit Eigeninteressen", so heißt es in der Mitteilung. Ein Seniorenbeauftragter, so der Ortsverein der Liberalen, habe von Vereins- und Verbandsinteressen unabhängig zu sein.

Die FDP Markdorf trete darüber hinaus für eine Vielfalt von Angeboten ein. "Das Mehrgenerationshaus hat genügend Projekte und macht da sehr gute Arbeit, wir möchten aber mehr Vielfalt von Trägern sozialer Arbeit in der Stadt", so Thomas Schalski, Vorsitzender der FDP Markdorf. Ein Seniorenbeauftragter könne aber nur ein erster Schritt auf diesem Wege sein. Die FDP möchte im Sinne der Selbstvertretung langfristig einen Seniorenbeirat haben, der an allen politischen Entscheidungen in Markdorf, die Senioren betreffen, beteiligt werde und auch Mitspracherecht habe. Dieser Seniorenbeirat müsse demokratisch von den Senioren in Markdorf gewählt werden. Die FDP Markdorf werde mit der Forderung nach einem Seniorenbeirat in den Kommunalwahlkampf gehen. Des weiteren regt die FDP Markdorf an, dass bei allen Projekten, die die Stadt umsetzt, automatisch im Planungsprozess die Demographiefestigkeit der Maßnahme durch den Gemeinderat geprüft wird.