Die Freien Wähler Markdorf (FW) haben ihe Kandidaten für die Kommunalwahl nominiert. Sechs der derzeit sieben FW-Stadträte ließen sich erneut auf die Liste setzen. Insgesamt umfasst sie 22 Kandidaten, 17 davon aus der Kernstadt, vier aus Riedheim und zwei aus Ittendorf.

Wobei Marlies Matt sich noch spontan entschied, erneut im südlichen Teilort anzutreten. „Was allen hoch anzurechnen ist“, so erklärte Vorsitzende Irene Holstein, „die aus der Komfortzone herauskommen und sich zur Wahl stellen“.

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Schwierige Kandidatensuche in Ittendorf

Wie sehr er in Ittendorf zu kämpfen habe, um neue Kandidaten zu gewinnen, schilderte Thomas Braun, der die Freien Wähler sowohl im Ortschafts- als auch im Gemeinderat vertritt. „Familie, Urlaub, Job – das steht für die Leute so sehr im Vordergrund, dass sie sich ein Engagement kaum vorstellen können.“

Bischofsschloss-Kontroverse als Motivation

Ganz anders die Situation in Riedheim, wo sechs Bürger für einen Sitz im Ortschaftsrat und vier für den Gemeinderat kandidieren. Landwirt Anton Brielmayer betonte, er wolle sich „gerne einbringen“. Etliche Kandidaten benannten konkrete Anliegen, die sie für das Engagement in der Kommunalpolitik motiviert hätten. Bei Matthias Eggert war es die Bischofsschloss-Kontroverse. Er sei zu dem Schluss gekommen: „Nichts zu unternehmen macht es nicht besser.“

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Viele wollen sich für soziale Themen engagieren

Die Heilerziehungspflegerin Beate Etzold sagte, sie möchte die sozialen Aspekte stärker als bisher in den Vordergrund gerückt wissen. Gleichfalls Soziales hat Regine Franz im Sinn. Sie will sich für die über 60-Jährigen in der Stadt stark machen.

Sie erklärte, dass ihr eine Seniorenresidenz im Bischofsschloss vorschwebe. „Einen Investor habe ich vielleicht auch schon an der Hand.“ Frischen Wind in den Gemeinderat zu bringen, ist das erklärte Ziel des 26-jährigen Michael Holstein.

Dietmar Bitzenhofer tritt erneut an

„Die Uhr ist es sicherlich nicht“, sagte Dietmar Bitzenhofer zu seiner Motivation, nach 20 Jahren im Rat erneut zu kandidieren. Zumal jener Zeitmesser, den die Stadt nach 25 Jahren im Gemeinderat überreicht, keineswegs schön sei. Bitzenhofers Motive sind anderer Natur.

In den nächsten fünf Jahren stünden weitreichende Entscheidungen für die Stadt an – „da braucht es auch erfahrene Köpfe“. Köpfe, die sich etwa für die Senioren einsetzen. Der von den Freien Wählern vorgeschlagene Seniorenbeauftragte sei mehrheitlich abgelehnt worden.

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Freie Wähler setzen auf Persönlichkeiten

Erfreulicher sei, dass sich etwas bei dem geforderten neuen Kindergarten im Süden der Stadt bewege, so Bitzenhofer. Gleiches gilt für den Bahnhof, den seine Fraktion auch gerne genutzt sähe. Der Fraktionssprecher betonte, wie wichtig es sei, Handel und Gewerbe im Blick zu behalten sowie neue Gewerbeflächen zu erschließen. Im Übrigen aber setzten die Freien Wähler im Wahlkampf auf Persönlichkeiten.