Das Ergebnis konnte kaum überraschen. Alle 15 Kandidaten sind für die nächsten sechs Jahre in den neuen Kirchengemeinderat gewählt worden. Von den 3800 Wahlberechtigten in der 4500-Seelen-Gemeinde, die sich von Markdorf übers Deggenhausertal, über Bermatingen, Ahausen und Kluftern erstreckt, haben 591 einen Wahlbrief abgegeben.

Wahlbeteiligung liegt bei 15 Prozent

„Das war eine Wahlbeteiligung von 15 Prozent“, erklärte Pfarrerin Kristina Wagner am Sonntagabend – und klang keineswegs unzufrieden dabei. Sie bedauerte außerdem, dass ein Dutzend Wahlscheine ungültig waren, sodass am Ende nur 579 Stimmen berücksichtigt werden konnten.

Sie habe kandidiert, „weil ich meinen Teil beitragen möchte, dass unser Gemeindeleben funktioniert“, erklärte Andrea Gretscher. Ihren Beitrag dazu leistet die 49-jährige Lehrerin im Grunde schon seit Längerem. Bringt sie sich doch regelmäßig in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde ein. Nun möchte sie sich darüber hinaus auch im Lenkungsgremium der Gemeinde engagieren. „Besonders liegt mir die Ökumene am Herzen“, erläuterte Andrea Gretscher.

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Uwe Priebe, Nachrücker in der vergangenen Wahlperiode und nun wieder in den Kirchengemeinderat gewählt, sieht in dem Gremium ein wichtiges Gestaltungselement. Dort werde bestimmt, wohin die Kirchengemeinde steuert. „Wir treffen wichtige Entscheidungen“, erklärte Priebe.

Gremium tritt zahlreiche Entscheidungen

Das Spektrum reiche von baulichen Dingen – wie und wann etwa das alte Gemeindehaus saniert wird – über Anschaffungen – etwa den Kauf des neuen Sonnensegels für den Vorplatz des Hauses im Weinberg – bis hin zur Gottesdienstgestaltung, erläuterte der im Amt bestätigte Kirchengemeinderat. Als eine der ganz wichtigen Wegweisungen sieht er die Ausweitung der Emas-Umwelt-Zertifizierung zur Emas-Plus-Zertifizierung an, die zusätzlich um sozialen Anteile erweitert ist. „Aber das war vor meiner Zeit“, erklärte der 56-Jährige.

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Von „großen Aufgaben für ein besonderes Gremium“ sprach Pfarrer Nagy am Sonntagabend: „Ihr bringt auch ein bisschen Licht in die Dunkelheit, Hoffnung in den Irrsinn um uns herum.“ Im Kirchengemeinderat sieht Nagy ein Lichtzeichen, das Signal für einen guten Sinn.