„Das ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation“, freut sich Saskia Friedrich-Rother von Markdorf Marketing. Also eine Beziehung, die für zwei Seiten im Zusammenwirken ausschließlich Vorteile mit sich bringt. Eine solche Symbiose ergibt sich in diesem Sommer zwischen Markdorf Marketing und dem Jugendreferat.

Das Jugendreferat organisiert seit vielen Jahren die Markdorfer Ferienspiele. Getragen werden diese von den ehrenamtlichen Betreuern. Wer in den Vorjahren mit den Ferienspielen in Berührung kam, dem ist auch der Bauwagen im Gedächtnis. Dieser ist im Laufe der Zeit allerdings marode geworden und nicht mehr zu gebrauchen.

Lucie Fieber, Geschäftsführerin von Markdorf Marketing, kam auf die zündende Idee: Sie stellt dem Jugendreferat für die Ferienspiele die Weihnachtsmarkthütten zur Verfügung. Im Gegenzug hat sie die Betreuer darum gebeten, diese mit einer Thermo-Folie von innen zu isolieren. Mit dieser sind die Standbetreiber ab dem kommenden Winter besser vor Kälte geschützt.

Aus diesem Grund trafen sich am Mittwochmittag neun Betreuer auf der Wiese am Weiher und halfen tatkräftig mit. Etwa einen Tag lang sind sie mit den Arbeiten beschäftigt.

Martin Kehrer und Vivienne Bolien befestigen Thermo-Folie im Inneren der Holzhütte.
Martin Kehrer und Vivienne Bolien befestigen Thermo-Folie im Inneren der Holzhütte. | Bild: Heuser, Christoph

Martin Kehrer war bereits als Kind bei den Ferienspiele und ist nun das zehnte Jahr in Folge als Betreuer dabei. „Es ist für mich das Highlight des Sommers“, schwärmt der angehende Wirtschaftsingenieur, „ich freue mich auf die Zeit mit den Kindern und den Kollegen“.

Durch den Umgang miteinander ist sofort zu erkennen, dass es vielmehr Freunde sind, als bloß Kollegen. „Für mich gehören die Ferienspiele einfach zum Jahr dazu“, sagt Vivienne Bolien, die zum sechsten Mal als Betreuerin mithilft. Dafür hat die Studentin der Erziehungswissenschaften andere Termine abgesagt.

105 Kinder nehmen vom 4. August bis 10. August an den Ferienspielen des Jugendreferats teil. Ralf Waldenmayer als Jugendreferent ist stolz auf die Ehrenamtler, „die sich um alles kümmern“. Und am Begriff „Ferienbetreuung“ stört er sich: „Es ist Freizeit.“