In diesen Tagen werden so viele Schweißtropfen vergossen, wie davor und danach nur noch selten im Verlauf des Jahres. Die Hitze erschwert bereits den Alltag immens. Wie geht es erst denjenigen, die in der prallen Sonne oder gare an zusätzlichen Wärmequellen arbeiten? Der SÜDKURIER hat sich umgesehen.

Das Prunkstück der Pizzeria Lamm ist der Holzofen. Entsprechend beliebt sind dort die Pizzen. Für Daniel Cristea bedeutet dies Arbeit im Akkord. Ständig steht er vor dem Ofen, dreht die runden Teigstücke und kontrolliert dabei, welche bereits gut sind. "Die Hitze zieht nach oben ab, trotzdem sind es vor dem Ofen noch 70 Grad", sagt Cristea.

Bild: Heuser, Christoph

Ist die Hitze gewohnt: Stefan Toth begradigt mit der Rüttelplatte den Gehweg. Der Asphalt hatte in vorheriger flüssiger Form eine Temperatur von 200 Grad. Auch Minuten später steigt der Hitzedampf dem Straßenbauer noch ins Gesicht. "Das sind fast 80 Grad", sagt Toth mit einem Lächeln im Gesicht, "besser so ein Wetter als Regen".

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Er tut gut daran, im Schatten zu halten: Dan Dorelscu ist Paketbote und sitzt die meiste Zeit des Tages am Steuer seines Transporters. In der prallen Sonne heizt sich die Fahrerkabine schnell auf. „Bis zu 50 Grad sind es im schlimmsten Fall“, berichtet Dorlescu, „die Lüftung hilft dann auch nicht mehr viel“.

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Gemeinsam mit Tatjana Rauscher betreibt Marcus Hagner das "Untertor" im Herzen Markdorfs. Während Tatjana Rauscher den Service übernimmt, steht Marcus Hagner am Herd. "Die Küche befindet sich in der oberen Etage", sagt der Koch, "wenn hier alles läuft, haben wir um die 45 Grad in der Küche".

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Corenlia Trenkle kann es selbst kaum glauben: Das Thermometer steigt bei ihr auf 38 Grad an. Obwohl die Bäckerei nicht mal im selben Gebäude backt. "Den gesamten Tag über scheint die Sonne hier hinein", sagt Trenkle, "vormittags von vorne, nachmittags seitlich". Im Frühjahr und Herbst ein netter Effekt. Im Hochsommer nicht immer.

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Wer bei den aktuellen Temperaturen einen Döner essen mag, der läuft beim Betreten des Lokals gegen eine Hitzewand. Kein Wunder, denn der Drehgrill heizt den gesamten Raum mit auf. "Direkt vor dem Spieß sind es 65 Grad", sagt Hasan Cicek und schnauft. Hinzu kommt, dass die Sonne am Nachmittag direkt ins Geschäft scheint.

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