Wenn etwas gut läuft, dann soll man sich darüber freuen, jedoch nicht darauf ausruhen. So jedenfalls sieht es Sylvia Westermann, Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Gehrenberg-Bodensee, im Gespräch mit dem SÜDKURIER über das laufende Jahr und den Ausblick 2019. Die neue Homepage erfährt – trotz einiger Startschwierigkeiten – besonders bei jüngeren Gästen und Vermietern viel Lob, die Übernachtungszahlen bleiben – trotz des Wegfalls des Bischofsschlosses und dank der steigenden Zahlen im Deggenhausertal – konstant, die Sommerkonzerte sind beliebt. Mit Anzeigen- und Werbekampagnen will die Tourismusgemeinschaft außerhalb der Region auf sich aufmerksam machen.

Die "Fein aus dem Staub gemacht"-Werbeaktion auf Stuttgarter Bäckertüten war eine erfolgreiche Idee von Sylvia Westermann.
Die "Fein aus dem Staub gemacht"-Werbeaktion auf Stuttgarter Bäckertüten war eine erfolgreiche Idee von Sylvia Westermann. | Bild: Jan Manuel Heß

Idee aus Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen"

Darauf aufbauend möchte Westermann im kommenden Jahr noch weitere Leuchtturmprojekte verwirklichen. Zum Beispiel sollen über "Sleepero" – bekannt aus der Vox-Gründershow "Die Höhle der Löwen" – einzigartige Übernachtungen in der Gehrenbergregion möglich werden. "Bei den Sleeperoo-Cubes handelt es sich um exklusiv designte Pop-up-Unterkünfte, die man überall aufstellen kann", erklärt Sylvia Westermann. Zwar stehe noch kein konkreter Ort fest, doch in Frage käme beispielsweise der Höchsten, da dort auch die notwendige Infrastruktur – in direkter Umgebung eine Toilette mit Waschgelegenheit – vorhanden wäre.

Bei der Kräuterwanderung von Bodensee-Guide Moni Müller in Bermatingen gab es viel zu entdecken und zu erriechen.
Bei der Kräuterwanderung von Bodensee-Guide Moni Müller in Bermatingen gab es viel zu entdecken und zu erriechen. | Bild: Jan Manuel Heß

Nachdem in Oberteuringen endlich eine Strecke für einen Qualitätswanderweg gefunden werden konnte, soll dieser im kommenden Jahr feierlich eröffnet werden. "Die Strecke ist soweit geklärt, jetzt muss diese nur noch ausgebaut werden, damit sie den Anforderungen entspricht." Bei den Sommerkonzerten darf es Westermanns Meinung nach künftig auch mal etwas partyartiger zugehen. "Ein Abend, der sich gezielt an ein jüngeres Publikum richtet, könnte das Konzept sicherlich bereichern, wir werden sehen."

 

Hexenturmführung ist immer ausgebucht

Die angebotenen Führungen und Themenwanderungen in allen vier Gemeinden kommen gut an. In Markdorf werden mit der historischen Stadtführung, den Nachtwächter-Rundgängen, der Hexenturmführung und der Altschlossführung besonders publikumswirksame Veranstaltungen angeboten. "Gerade die Hexenturmführung ist immer ausgebucht, aber auch die Altschlossführung wird sehr gut angenommen, was uns natürlich ungemein freut", so Westermann. Im kommenden Jahr wird es in Markdorf erstmals einen Altstadtrundgang geben, der, wie Sylvia Westermann verspricht, "sicher interessant und unterhaltsam werden wird". Aber auch das Angebot in Bermatingen, Oberteuringen und Deggenhausertal soll weiter ausgebaut werden, etwa mit einer Apfelsafari in Oberteuringen. "Das Schöne ist ja, dass diese Angebote nicht nur von den Touristen wahrgenommen werden, sondern auch sehr beliebt bei den Einheimischen sind und daher das kulturelle Angebot hier bei uns bereichern."

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Aktionstage und Themenwochen

Schwergewichte bei den Veranstaltungen sind die Aktionstage und Themenwochen. Zum "Apfelfeschd" in Markdorf und zum Bermatinger "Waldwiesen-Gang-Aktionstag" wurde logistisch aufgefahren. Das Team um Sylvia Westermann investiert viel Aufmerksamkeit in die Dekorationen und Ausstattung, denn für sie sei ein Trend zu feinen, besonderen Festen zu erkennen. "Das machen wir natürlich mit viel Freude, es soll optisch was hermachen. Es wäre wirklich schön, wenn bei den schwergewichtigeren Auf- und Abbauarbeiten die ein und andere Manneskraft mit zupacken würde", sagt die Geschäftsführerin. Immerhin seien genügend männliche Mitglieder im Verein engagiert.

Tatjana und Marcus Hagner vom Restaurant Untertor in Markdorf.
Tatjana und Marcus Hagner vom Restaurant Untertor in Markdorf. | Bild: Jan Manuel Heß

Tatjana und Marcus Hagner vom Restaurant "Untertor" haben in diesem Jahr erstmals die Sommerkonzerte bewirtet

Tatjana und Marcus Hagner vom Restaurant "Untertor" haben in diesem Jahr erstmals die Sommerkonzerte bewirtet. Ihr Resüme fällt nach 16 Konzerten insgesamt positiv aus.

Wie war es für Sie beide?

Tatjana Hagner: Es war eine schöne Sache und mal was anderes, eine gelungene Bereicherung für unser Sommergeschäft.

Marcus Hagner: Die Stimmung war immer gut, sodass die Abende Spaß machten.

Wie klappte es mit dem Organisatorischem?

Marcus Hagner: Logistisch hat alles bestens geklappt. Wir haben zu zweit am Vormittag mit dem Aufbau begonnen und gegen 17 Uhr war alles fertig vorbereitet. Beim Abbau hatten wir oft Hilfe von Nachtwächter Winfried Böhm, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Ein toller Mensch.

Was würden Sie ändern?

Tatjana Hagner: Die Kapellen haben in der Regel eine Stunde gespielt, man könnte in der Zeit davor vielleicht Jugendmusiker auftreten lassen.

Würden Sie es nächstes Jahr wieder machen?

Beide: Ganz klares Ja!

Fragen: Jan Manuel Heß