Gregor Eber mag ihn klassisch, zubereitet mit Essig und Öl oder doch mit Balsamico-Essig. Nur: "Joghurt-Dressing muss für mich nicht unbedingt dran an den Feldsalat", sagt der Gartenbauer aus dem Deggenhausertal. Nach mehrwöchiger Winterpause hat Eber nun wieder seinen Stand beim Markdorfer Vereinshaus aufgeschlagen – dies sogar schon zum zweiten Mal im März.

Der Feldsalat in den Kisten ist aus eigenem Anbau. Anfang November wurde er ausgesät und nun kann er ganz frisch geerntet werden, als eines der ersten Gemüse in diesen Monaten. Und ganz egal, ob er nun Ackersalat, Mausohrsalat, Nüssli-, Rapunzel- oder Vogel-Salat genannt wird – je nach Region begegnen da die sonderbarsten Namen – der "Vareianella" aus der Familie der Baldriangewächse werde gerne gekauft, berichtet Gregor Eber. Es habe sich halt herumgesprochen, wie gesund der Feldsalat sei. Gut sei er für die Augen, zuträglich auch für den Knochen- und Bindegewebeaufbau. Sein hoher Eisenanteil, sein gleichermaßen reicher Anteil an Kalium, Kalzium und Magnesium macht das frostunempfindliche Gewächs zum idealen Beilage fürs Frühjahrsessen.

Heimische Melonen gehen inzwischen auch gut

Für den 10-Hektar-Gartenbaubetrieb im Deggenhausertal zählt der Feldsalat zu den festen Größen. Er habe seinen angestammten Bereich, wo er gut wächst, berichtet Gregor Eber. Was bei Ebers für viele, doch durchaus nicht für alle Gemüsesorten gilt. "Wir probieren immer wieder etwas Neues aus", erklärt Georg Eber. So zum Beispiel Melonen. Als er die zum ersten Mal anbot, seien sie auf einige Skepsis gestoßen. "Melonen aus der Region – geht das denn überhaupt?", zitiert Eber seine zunächst recht zurückhaltend reagierende Kundschaft. Im nächsten Jahr habe sich alles komplett gedreht. Die Leute seien auf den Geschmack gekommen. Melonen aus dem Deggenhausertal werden inzwischen schon nachgefragt, da seien sie noch gar nicht geerntet.

Beim Feldsalat gibt's wenig Fragen. Dass er gründlich gewaschen werden muss, ist bekannt. Ebenso, dass er gut zu deftigem Fleisch passt. Bei anderem Gemüse gebe es eher schon Nachfragen nach Rezepttipps.

 

Die Serie "Blick auf den Marktstand"

Von Rosenkohl bis Pastinake: Wir richten in einer Serie in loser Folge den „Blick auf den Marktstand“. Händler des Markdorfer Wochenmarkts verraten uns Wissenswertes über Gemüse, Obst, Fisch oder Käse, deren Herkunft und Vorzüge.