Es ist wahr: Die Stadt gleicht, was die Tempolimits anbelangt, einem Flickenteppich. Mal ist Tempo 50 erlaubt, mal gilt Tempo 30. Doch dafür gibt es Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen, auf die der Autofahrer zu achten hat. Selbst dafür Sorge zu tragen, wie schnell man unterwegs ist und ob man das Limit einhält, ist nicht zu viel verlangt, finde ich. Der Flickenteppich ist also kein Argument für ein durchgängiges 30er-Limit in allen neuen Wohnstraßen. Und dort, wo langsames Tempo auch außerhalb von 30er-Zonen angezeigt ist, etwa an Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen, ist es in Kraft gesetzt und ausgeschildert.

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Insofern wäre für mich die Stadtverwaltung mit ihrem Vorschlag, künftig alle neuen Wohnstraßen quasi en bloc als 30er-Zonen widmen zu lassen, übers Ziel hinausgeschossen. Was wir stattdessen brauchen, sind sinnvolle 30er-Zonen, wo sie erforderlich sind, und vor allem ein Verkehrskonzept aus einem Guss, das die künftigen Verkehre intelligent durch die Stadt lenkt.

 helmar.grupp@sued kurier.de 

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