Bei den Schlossführungen und der Konkretisierung der Umbaumaßnahmen des Bischofsschlosses zum Rathaus kommen viele Fragen auf: Was kommt da alles auf Markdorf zu? Und wie lange wird die Stadt im Bannkreis der Bagger und Sattelschlepper stehen? Dass da was auf Markdorf zukommt, lässt sich nicht leugnen – und auch nicht verhindern. Es muss ja kommen. Ganz egal, auf welche Weise das Bischofsschloss künftig genutzt werden wird. Vom bestehenden Rathausareal ganz zu schweigen.

Bauwelle geht nicht still vonstatten

Dass diese anrollende Bauwelle nicht immer behutsam, still und leise vonstattengehen wird, damit ist zu rechnen. "Aber es wird sich dabei lediglich um Stoßzeiten handeln", beschwichtigt Monika Schneider vom Stadtbauamt. Nach Gebäudesicherungsmaßnahmen in der Ulrich- und Marktstraße werden die Anwohner exakt über diese Zeiten der mächtigen Materialschlachten informiert.

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Es zählt das Mehrheitsprinzip

Dabei zählt freilich nicht, was die Bürger sich wünschen: Hotel, Rathaus, Museum, Wolkenkuckucksheim ... Es zählen Fakten und Stimmen. Denn ungeachtet aller Wünsche werden Laster anrollen und Wolken von Staub aufwirbeln. Ganz gleich, wie ein eventueller Bürgerentscheid ausfällt. Denn auch das ist Demokratie. Nicht das Prinzip des Verhindernwollens oder des Kopf-in-den-Sand-Steckens, sondern ein Mehrheits- und Konsensprinzip. Und ganz gleich, wie sich Markdorf entscheidet – da müssen wir jetzt alle gemeinsam durch.